Heuer vor genau 25 Jahren ist der "King", Elvis Presley, gestorben. Schon vor seinem Tod, aber auch danach gab es ein Riesengeschäft mit diversen Fanartikeln rund um das Rock 'n' Roll-Idol. Einer davon war der Wackel-Elvis, der besonders durch eine Reklame bekannt wurde. Nun ist auch ein Spiel zum Mythos des Wackel-Elvis erschienen - sein bedeutender Titel: "Elvis - Live on Stage". Ähnlich wie im verkorksten "Britney's Dance Beat" müssen Sie den Elvis aus Plastik und Polygonen mit Mausklicks zur Musik bewegen.
Allerdings gibt es genau ein Lied, zu dem man tanzen muss, bei Britney gab es wenigstens eine gewisse Auswahl ihrer größten Hits. Das eine Elvis-Lied wird außerdem nicht einmal vom "King" selbst gesungen, sondern von einem recht mittelmäßigen Imitator. Immerhin hat man aber die Möglichkeit, ein eigenes Lied in die Jukebox zu laden und die Puppe dazu tanzen zu lassen. Das Spielprinzip ist das simpelste seit der "Moorhuhn"-Attacke: Man klickt im Takt zur Musik, woraufhin Elvis sich zu bewegen beginnt. Nach zwei Minuten ist der zweifelhafte Spass zu Ende.
Grafik
Der "King" wusste wie er auszusehen hatte, damit die Fans ihn liebten. Leider trifft das auf das Spiel bei Weitem nicht zu. Ein pixeliger Polygon-Elvis turnt nett animiert über den Bildschirm, wobei die Animationen noch das einzige halbwegs Akzeptable an der Grafik sind. Ansonsten ist die Grafik nicht besonders berauschend.
Sound
Der Soundtrack des Spieles ist wirklich schwach, da es nur ein einziges Lied gibt. Leider wurde von diesem Lied nicht einmal die Originalversion verwendet, das Lied wird stattdessen von einem unbekannten Sänger imitiert. Viel mehr Sound gibt es leider auch nicht, womit auch die Soundbewertung schwach ausfällt.
Steuerung
Immerhin an der Steuerung konnten die Entwickler nicht viel falsch machen: Per Mausklick lässt man Elvis Presley aus Gummi im Takt zur Musik tanzen und herumspringen. Der Programmieraufwand für eine dermassen komplexe Steuerung muss wahrlich enorm gewesen sein ...
Zusammenfassung
"Elvis-Live on Stage" ist ein weiteres Beispiel dafür, dass viele Firmen nur noch ausschließlich auf das schnelle Geld aus sind. Zum 25. Todesjahr von Elvis Presley erscheint ein Spiel, das den neu erwachten Kult um diese schillernde Figur des Pop-Business auszunutzen versucht. Viel Erfolg sollte den Herstellern mit diesem Spiel aber nicht beschieden sein. Technisch ist das Spiel rückständig und bietet keinerlei Langzeitmotivation. Allerdings will ich dem Programm nicht absprechen, dass es kurzzeitig sogar richtig Spass machen kann, allerdings legt sich das nach einigen Runden, weil es nichts mehr Neues gibt. Wer Tanzspiele gern hat, absoluter Elvis-Fan ist und dem 10 Euro nicht zu schade für 10 Minuten Vergnügen sind, kann zuschlagen. Die überwältigende Mehrheit sollte aber die Finger davon lassen.