Endlich ist er da: Der zweite DLC zu „Alan Wake“! Wir haben ihn für Sie ausgiebig getestet – lesen Sie unser finales Urteil für den Abschluss der ersten Season des Psycho-Thrillers.
Was haben uns die Entwickler von Remedy für die (vorerst) letzte Episode von „Alan Wake“ versprochen? Es soll nun endlich offenbart werden, wohin die Reise gehen wird. Aus dem letzten Trailer wissen wir: Pure Action und einige seltsame Geschehnisse warten auch diesmal wieder auf den geneigten Spieler. Wir haben uns die Episode ausführlich zu Gemüte geführt – und urteilen schon mal vorab: Sie ist auf jeden Fall um einiges besser gelungen als das erste DLC, „Das Signal“.
Starten möchten wir, wie gewohnt, mit einem Trailer zum Spiel:
Alan Wake findet sich tiefer denn je in seinem Albtraum gefangen, gefangen am Dunklen Ort, ohne Hoffnung, jemals wieder herauszukommen. Wird er langsam verrückt? Gleich zu Beginn der Episode finden Sie sich im Garten vor der Irrenanstalt wieder und müssen durch ein Labyrinth zu Ihrem Freund Barry zurück finden, der hinter der verschlossenen Gartentür beim Auto auf Sie wartet. Schon nach dem ersten Puzzle wird klar: Diese Episode wird verrückter als alles andere.
Insgesamt warten 10 Nights Falls-Videospiele als sammelbare Items auf Sie in der gesamten Episode, neun Achievements und somit 250 Gamerscore-Punkte wurden dem Spiel mit „Der Schriftsteller“ spendiert. Schon bald finden Sie sich in der Nähe der alten Bühne der Wikinger aus dem Hauptspiel wieder und müssen gegen Heerscharen von Gegnern antreten. Besonders die Musik kann in dieser Episode erneut bestechen – nicht zuletzt, weil Depeche Mode (!) einen eigenen Track spendiert hat. Übrigens: Wiederum warten vier Cinematics auf den Spieler, die liebevoll als Belohnung nach harten Kämpfen fungieren.
Thomas Zane hilft
Nachdem Sie sich durch die Irrenanstalt gekämpft haben, durch eine eigene Realität, die Wake selbst erfindet, treffen Sie auf Zane, Ihren Wegweiser durch die Dunkelheit, der Ihnen auch diesmal helfen wird. Das ultimative Ziel ist die Lodge, das Haus am See, in der unser Protagonist am Ende des Hauptspiels zu schreiben begonnen hat – Zane kann ihn aber nur bis zum Leuchtturm, der in der Ferne erstrahlt, begleiten. Um ihm zu helfen, hinterlässt er ihm Manuskript-Seiten, die allerlei praktische und wiederum (wie im ersten DLC) per Taschenlampe aktivierbare Gegenstände beinhalten.
Es folgen abstrus-abstrakte Szenen, beispielsweise in einem sich im Wirbelwind drehenden Haus oder einem sehr gut designten Labyrinth, in dem man sich tatsächlich fast verirrt – Stichwort: „An elevator? Sure, why not?“ Solche Szenen und Aussprüche bringen Fans zum Schmunzeln – genauso wurden die TV-Szenen weiter inszeniert, die Wake immer wieder einen Deut geben, wohin sich die Geschichte in wenigen Sekunden entwickeln wird. Im Grunde will das Dunkel Wake von dem Haus am See fernhalten, aber warum?
Schlafen oder wachen?
Hintergrund ist, – Achtung, nun kommt ein Spoiler! – dass Alan Wake einerseits im Haus am See schläft und sterben will, andererseits aber wach ist und gegen das Dunkel ankämpft. In letzterer Rolle spielen Sie ihn als Protagonisten der Zusatzepisoden. Das nun wissend kämpft sich Wake weiter, über eine große Brücke, vorbei an vielen Gegnern, die Sie geschickt durch die Umgebung beseitigen müssen: So lassen Sie gezielt Autos herabfallen, damit die Widersacher mit den tennenschweren Fahrzeugen in den Abgrund gerissen werden.
Thomas Zane steht in der Schuld von Alan Wake, weil dieser seinen damaligen Fehler mit Barbara ausgemerzt hat. Ist aber Alice in Sicherheit? Diese Story-Wendungen und –Aufklärungen kommen alle gereiht in der Episode und verblüffen, aber erleichtern den Spieler auch. In der finalen Sequenz läuft Alan Wake auf den Leuchtturm zu, während Dutzende von Gegnern ihn verfolgen, aber allesamt vom Strahl des euchtturms abgeschmettert werden. Der finale Kampf, das sei hier verraten, führt Sie sogar gegen Barry, Wakes langjährigen Freund, ins Feld.
Während sich am grundsätzlichen Gameplay nichts geändert hat, haben mir die zwei Stunden Spielzeit bei „Der Schriftsteller“ überhaupt am besten im gesamten „Alan Wake“-Universum gefallen: Gut verflochtene Inhalte, abwechslungsreiche Kämpfe, innovative Ideen und genug Story-Fortschritt machen das DLC für Fans zum Pflicht-Download. Gut gemacht, Remedy! Übrigens, ohne es vorwegnehmen zu wollen: Nach dem Ausgang des DLCs rückt ein zweiter Teil der „Alan Wake“-Saga in greifbare Nähe … Season Two is coming! Ich freue mich darauf!
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