Gameplay
Nach der Installation von „
Commander: Conquest of the Americas“ und der Erstellung Ihres Steamkontos (das Spiel setzt eine laufende Internetverbindung voraus) starten Sie sogleich in das bereits gut in Szene gesetzte Hauptmenü. Zwei unterschiedliche Spielmodi stehen Ihnen dort zur Auswahl. Entweder spielen Sie die Einzelspieler Kampagne oder Sie entscheiden sich für den Schlachtmodus, indem Sie dank unzähligen einstellbaren Optionen Ihre Seeschlachten nach Herzenslust schlagen können. Einen
Multiplayer-Modus gibt es in „
Commander: Conquest of the Americas“ nicht. Bei Beginn der Kampagne entscheiden Sie sich zuerst für eine von sieben Nationen (Frankreich, Spanien, Dänemark, England, Niederlande, Heiliges römisches Reich, Portugal), welche sich alle durch unterschiedliche Attribute unterscheiden. Die restlichen sechs Nationen übernimmt die
KI. Danach geht es ohne Intro direkt ins Spiel, wo Ihnen dank eines ausführlichen
Tutorials alle Funktionen näher gebracht werden. Auch während des späteren Spielverlaufes werden Ihnen per Tooltips die wichtigsten Punkte immer wieder erklärt. Da „
Commander: Conquest of the Americas“ aber äußert komplex aufgebaut ist und ein ausgeprägtes Wissen über die verfügbaren Schiffseinheiten voraussetzt, sollten Sie dennoch das Handbuch nicht außer Acht lassen. Anfängern sei ohnehin nahegelegt das Spiel zuerst auf „Leicht“ zu spielen, da es oft bei Geldnöten zu einer wirtschaftlichen Sackgasse kommen kann, aus der Sie sich nur äußert schwer rausretten können und somit das Spiel schnell vorbei ist. Gleich nach dem Start sind Sie nur mit einer kleinen Flotte ausgestattet, mit der es zunächst gilt eine eigene Kolonie zu erschließen. Jede Kolonie hat einen Einzugsbereich an Ressourcen, welchen Sie durch eine größere Bevölkerung erweitern können. In den ersten paar Stunden werden Sie meist Ressourcen in Ihren Heimathafen nach Europa bringen und auf dem Rückweg neue Kolonisten zu Ihren Standorten befördern. Dies ist nicht so trocken, wie es klingt, da es eine sehr praktische Funktion zum Erstellen von eigenen Handelsrouten gibt und man die Zeit bis zu vierfacher Geschwindigkeit vorspulen kann. Das Spiel nutzt ein sogenanntes „Beratersystem“, um Ihnen ständig neue Ziele zu geben, denn eine wirkliche Geschichte gibt es nicht. Vier Berater (Handelsberater, Königlicher Berater, Militärberater, Erzbischof) sorgen dafür, dass Sie ständig mit neuen Missionen versorgt werden. Diese sind an bestimmte Aufgaben und an ein Zeitlimit gebunden. Mit dem Erfüllen von Missionen steigen Sie in der Gunst des jeweiligen Beraters. Ist keiner der Berater mehr zufrieden mit Ihrer Leistung, ist das Spiel beendet, und Sie müssen die Kampagne entweder neu starten oder einen automatischen Speicherpunkt laden. Auch wenn Sie es nicht immer schaffen, jede gestellte Aufgabe zu erfüllen, haben Sie während der gesamten Kampagne immer wieder die Möglichkeit, durch ständig neue Missionen Ihre Reputation bei allen Beratern aufzuwerten. Ein Beispiel für solche Missionen: Ist die Moral in Ihren Kolonien angeschlagen, bekommen Sie den Auftrag vom Erzbischof, Kirchen innerhalb eines gewissen Zeitraumes zu errichten. Der Militärberater hingegen verlangt von Ihnen, dass Sie wiederum Kriegsschiffe in Ihrer Werft in Auftrag geben, um Handelsrouten zu beschützen oder andere Kolonien zu erobern. Alle verfügbaren Menüs im Spiel sind eher spartanisch gestaltet, nur Textfelder und kleine Bildchen geben Aufschluss über Ihre Kolonien, die diplomatischen Kontakte und Gebäude. Insgesamt 31 Gebäude und 14 verschiedene Schiffstypen stehen in mehreren Ausbaustufen zur Verfügung. Einige Gebäude und Schiffe werden aber erst mit dem Erreichen einer bestimmten Jahreszahl freigeschaltet. Die Seeschlachten im Spiel sind dagegen äußert gut in Szene gesetzt. Gespielt wird im Normalfall auf der strategischen Weltkarte, wo Sie Ihre Geschwader und Flotten lenken und Ihre Kolonien verwalten oder ausbauen. Für Kämpfe auf hoher See oder Angriffe auf Kolonien (es gibt keine Landschlachten) wechselt das Spiel in den sogenannten „Seeschlachtmodus“. Im selbigen merkt man besonders die Liebe zum Detail der Entwickler, denn jedes Schiff hat seine Vor- und Nachteile. Man sollte diese immer abwägen um eine ausgewogene Flotte zusammenzustellen. Hier laufen die teilweise wirklich bombastischen Gefechte in komplettem 3D ab und Sie haben zwei Steuerungsmöglichkeiten zur Auswahl. Entweder lenken Sie Ihre Schiffe per RTS Modus und haben die volle Kontrolle über bis zu maximal 30 Schiffe auf dem Schlachtfeld, oder Sie spielen im DC-Modus. In diesem speziellen Modus übernehmen Sie die Rolle von nur einem Schiff Ihrer Flotte, können dieses per WASD lenken und spezielle Kommandanten-Fertigkeiten benutzen. Gesteuert wird „
Commander: Conquest of the Americas“ größtenteils mit der Maus, nur im DC-Modus bei der Seeschlacht können Sie auf die Steuerung mit der Tastatur zurückgreifen. Nach erfolgreichen Seeschlachten verdienen Sie mit Ihren Kommandanten Erfahrungspunkte, die Sie wiederum in neue Fertigkeiten investieren können. Die Kämpfe im Schlachtmodus sind durchaus fordernd und voll taktischer Tiefe. Sie müssen immer auf Ihre Formation aufpassen und selbst die Art Ihrer Munition auf den einzelnen Schiffen kann den Ausgang einer Schlacht beeinflussen. Die Kampagne beginnt immer im Jahr 1500 und mit dem Erreichen von 1650 ist diese zu Ende. Abschließend sehen Sie noch eine Gesamtbewertung Ihrer Leistungen, die sich durch die Meinung aller vier Berater errechnet. „
Commander: Conquest of the Americas“ bietet zudem noch 50 Achievements, welche es zu erreichen gilt, und somit ist für eine gewisse Langzeitmotivation trotz fehlendem
Multiplayer gesorgt.