Bigben Interactive veröffentlicht seit kurzem neben allerhand Zubehör auch Videospiele. Zu einem der ersten Titel des nun auch Publishers zählt „Dokapon Kingdom“, welches wir für Sie unter die Lupe genommen haben. Wenn Sie wissen möchten, ob der Titel ein Hit oder doch nur ein Flop ist, sollten Sie umbedingt weiterlesen!
Die Wii-Partyspiele schießen wie Pilze aus dem Boden. Beispiele hierfür wären „Mario Party 8“ oder „Rayman Raving Rabbids TV Party“ oder „Wii Party“. Auch „Dopakon Kingdom“ ist ein Vertreter dieser Spieleart, mit dem Unterschied das noch mehr Glück und auch etwas Verständnis für Rollenspiele benötigt wird. Es erwartet Sie nämlich ein farbenfrohes und komisches Abenteuer für bis zu vier Spieler, in dem Sie Erfahrung und Gegenstände sammeln und auch den nötigen Weitblick beweisen müssen. Sie können Ihren Charakter beispielsweise auch ausrüsten oder erhaltene Attributspunkte verteilen um so in der Zukunft noch stärker zu sein. Damit Sie sich das ein wenig besser vorstellen können, möchten wir Ihnen nun ein kurzes Video zum Spiel vorstellen, das einige Ingamespielausschnitte zeigt. Unter anderem wird der Kampfmodus vorgestellt.
Das Spielprinzip ansich ist schnell erklärt. Sie müssen auf einer riesigen Spielkarte versuchen immer mehr Reichtümer anzuhäufen, um Prinzessin Penny, die Tochter des regierenden Königs heiraten zu können. Wenn das kein Ansporn ist. Dazu müssen Sie eine Art Glücksrad drehen, dass die Zahlen von 0-6 wiederspiegelt. Je nachdem wann Sie stoppen können Sie weiter oder weniger weit am Spielfeld umherwandern. Schade ist hierbei allerdings, dass immer alle Punkte ausgefahren werden müssen. Sie können nicht einfach sagen: „Ok, ich habe 5 gewürfelt, möchte aber nur 3 Felder ziehen. Somit wird etwas Taktik aus dem Spiel genommen, was ich sehr schade finde. Weiters müssen kein wirkliches Geschick, wie zum Beispiel bei „Mario Party 8“ oder „Rayman Raving Rabbids: TV Party“ beweisen sondern am Besten Fortuna, die Göttin des Glücks an Ihrer Seite haben. Die Spielfelder sind mit verschiedenen Symbolen versehen. Je nachdem welches Symbol auf Ihrem Feld ist, können Sie Gold, Kristalle oder neue Gegenstände erhalten. Besonders neue Gegenstände erweisen sich in den kommenden Kämpfen, von denen Sie genügend erleben werden, als hilfreich.
Kommen wir gleich zum Kampfmodus. Hier geht man im Schere-Stein-Papier Prinzip vor. Jeder wählt vor der Kampfrunde eine Aktion wie zum Beispiel Attacke oder Verteidigen und dann prallen die beiden Kontrahenten aufeinander. Hier es von enormer Bedeutung die bessere Ausrüstung als der Gegner zu haben. Denn sofern Sie nicht in die Zukunft sehen können, ist das nahezu Ihr einziger Einflussfaktor an dem Sie den Kampf zu Ihren Gunsten drehen können.
So biegen Sie Runde für Runde herunter, stehlen dem Gegnern Schätze, besiegen Monster und sammlen Erfahrung. Das Ganze ist zwar für eine Weile ganz unterhaltsam, aber auf Dauer kann man den Titel, vor allem wegen der grellen Farben und Abwechlsungsarmheit nicht spielen.
Kommen wir nun zur Grafik. Das Intro ansich wirkt richtig flashig! Man erwartet dank der japanisch angehauchten Musik sowie dem gezeigten Material großes Kino. Auch das eigentliche Story-Intro wirkt ganz nett, doch spätestens nach den ersten paar Runden muss man den Kontrast und die Farbintensität am TV händisch modifizieren. Die grellen Farben auf Dauer nicht auszuhalten. Leider sind auch die Animationen im Spiel nicht besonders reichhaltig.
Selbes gilt auch für den Sound! Eine 0815 Melodie läuft pausenlos im Hintergrund. Sprachausgabe im Spiel selbst wäre ein Segen und auch hier und dar etwas mehr als Standard Soundeffekte hätten dem Titel wirklich gut getan. Im Menü gibt es zwar eine Sprachausgabe, die allerdings nur englisch ist.
Steuerung
Gesteuert werden kann mit dem Classic-Controller, mit dem Gamecube Controller sowie der Nintendo Wii Fernbedienung. Anhand dieser Auswahlmöglichkeiten kann man schon vermuten, dass die Möglichkeiten der Wii hinsichtlich Steuerung wohl nicht ausgenutzt wurden. In dieser Vermutung wird man nach wenigen Minuten bestätigt. Leider! Man hält die Wii-Remote einfach nur seitlich und drückt die geforderten Tasten. Die Tastenbelegung ansich ist ok und wird auch erklärt, doch hätte ich mir bei einem Wii-Titel etwas mehr erwartet.
Der Multiplayermodus ist das Herzstück, da man auch im Singleplayermodus gegen einen CPU-Gegner spielt. Insofern besteht der Titel nur aus Multiplayermodi. Im Multiplayer erwartet Sie das komplet gleiche Spielprinzip. Sie kommen abwechselnd an die Reihe, machen Ihre Züge und hoffen, nicht vor Begeisterung zu explodieren. Gespielt werden kann dabei mit bis zu drei Mitspielern gegeneinander oder in diversen Aufteilungen gegen CPU-Gegner, wobei die Maximalspieleranzahl konstant bei vier liegt.
Die Atmosphäre ist mittelprächtig. Zwar ist die Story mehr als nur einfallslos, doch wirken das Spielfeld sowie der Rollenspieleinschlag eigentlich ganz ok.
Alles in allem erwartet Sie in Dokapon Kingdom ein klassischen Party-Spiel, doch im Vergleich zu anderen Ablegern dieses Genres, gibt es hier zu viele Mankos. Die Wii-Möglichkeiten wurden nicht ausgenützt, das Spielprinzip ist nicht gerade fesselnd und die Story ist einfach nur langweilig.
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