Fische verschieben und dann auflösen? Das klingt nach einem neuen „Tetris“-Klon, den Sie sich bei uns im Review durchlesen sollten. Viel Spaß!
Wenn es um kreative Umsetzungen von altbekannten Spielprinzipen geht, hat uns vor kurzem „Caterpillar“ gezeigt, wie es nicht gehen kann. Genau das Gegenteil, nämlich fast alles richtig, macht iFun4All mit ihrem neuesten Spiel „Fish Tank“.
So oder ähnlich kann man das Spielprinzip bezeichnen: Statt Blöcken lassen Sie verschiedene Fischarten (!) von rechts nach links in ein Raster schwimmen. Haben sich mindestens vier der gleichen Fische nebeneinander versammelt, genügt ein Knopf-Druck und Sie schaffen wieder Platz am Spielfeld und bekommen – je besser die Kombo, desto mehr – Punkte gutgeschrieben. Allerdings wird so eine Reihe von nur fünf Fischen auch schön schnell voll und wenn dann ein neuer Fisch in die Reihe kommen will, dann stirbt der Fisch ganz rechts – und wird zu einer Gräte. Das sollte natürlich nicht passieren – und so gibt es für jeden Level ein Maximum an „Fisch-Todesfällen“. Wenn das erreicht ist, haben Sie verloren …
Innovative Steuerung
Aber anstatt das alte „Tetris“-Prinzip einfach zu übernehmen, schwimmen die Fische von links in den Bildschirm und können via Links- oder R-Schulterbutton-Druck schneller eingeordnet werden. Allerdings: Wenn zwei oder mehr Fische nebeneinander schwimmen, dann werden sie auch gleichzeitig abgesetzt und brauchen dementsprechend Platz – Drehen oder Tauschen ist nicht möglich!
Manchmal driften aber auch Sonder-„Dosen“ wie Explosionen (sprengen ein Gebiet), Haie (räumen eine Zeile leer) oder Tauscher (die Reihen werden getauscht), Verlangsamer oder auch Aufstocker für die Mindest-Todesfälle vorbei, die per linkem Schulterbutton ausgelöst und aktiviert werden können. Dies bringt dem Spiel Dynamik und Abwechslung.
Zwei Spielmodi
Neben einem normalen Endlos-Spiel, bei dem Sie in drei Schwierigkeitsgraden gegen die eigene gespeicherte Bestleistung spielen, warten auch noch 24 Herausforderungen mit diversen Szenarien auf Sie: Wenige Todesfälle erlaubt, schnelles Spiel, viele Kombos nötig etc. Wenn Sie eine Herausforderung nicht nur „gerade so“ schaffen, sondern richtig gut sind, bekommen Sie auch ein Puzzle-Teil in der Übersichtskarte gut geschrieben, was die Motivation noch weiter vorantreibt.
Grafik, Sound und Steuerung
Die liebevolle Comic-Grafik und die nett gezeichneten Fische tun das Ihrige, um den Spieler zu fesseln. Man hat beim Spielen so das Gefühl, dass sich die Entwickler wirklich Zeit genommen haben.
Die Musik ist zwar kein Glanzstück, kann aber auch als mittelmäßig durchgehen. Die Effekte passen zum Setting des Spiels und motivieren, noch mehr Kombos zu gestalten.
Die Steuerung ist im Grunde simpel und wird auch in einer einseitigen Hilfe zusammen mit den Spielprinzipien gut erklärt, dennoch wird es manchmal stressig am Spielfeld, so wie es sein sollte in einem Geschicklichkeits- und Denkspiel.
“Fish Tank“ macht Spaß – als Geschicklichkeitsspiel mehr als als Denkspiel, aber dafür ist die Aufmachung zuckerbunt, gut gelungen und das Gesamtpaket motiviert einfach, den Mini-Titel immer wieder zu starten. Und so soll es ja nunmal sein …
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