Der neueste Ableger der „Ace Combat“- Reihe lässt Piloten ihre Kampfmaschinen auf der PSP steuern. Wir haben noch einmal im Pilotensitz Platz genommen und wollen Ihnen in diesem Review von unseren Erfahrungen berichten!
Die Story selbst werde ich an dieser Stelle nicht noch einmal nacherzählen, stattdessen möchte ich Sie auf unser Preview (hier klicken!) verweisen, in dem wir uns schon eingehend damit beschäftigt haben. Nur kurz: Eine terroristische Organisation namens Valahia, die sich aus Extremisten des ehemaligen Ostblocks zusammensetzt, hat es auf die großen Metropolen dieser Welt abgesehen. Die Angriffe werden dabei mit riesigen, fliegenden Angriffsbasen geflogen, die über gewaltige Feuerkraft verfügen. Um der Lage Herr zu werden, schließen sich nun mehrere Organisationen zusammen und gehen gemeinsam gegen die Terroristen vor. Der folgende Trailer verrät noch ein wenig mehr über die Geschichte.
Bevor die Himmelsjagd losgehen kann, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie während des Fluges immer mit den wichtigsten Informationen versorgt werden. Dazu wählen Sie am Spielbeginn einen aus vier Operatoren. Dessen leise Stimme flüstert Ihnen nämlich während der Einsätze immer wieder ins Ohr, und da wäre es von Vorteil, eine vertrauensvolle Stimme zu hören. Zwei männliche und zwei weibliche Operatoren stehen zur Auswahl. Diese unterscheiden sich neben dem Offensichtlichen auch noch anhand ihrer Fähigkeiten.
Haben Sie sich für einen der vier entschieden, kann das Spiel losgehen und Sie in den Himmel starten. Die erste Mission und gleichzeitig das Tutorial ist ein kleines Militärmanöver, bei dem Sie zeigen sollen, was so alles in Ihnen steckt. Außer ein paar Drohnen gibt es dem Anschein nach nicht viel abzuschießen. Doch der Schein trügt. Auf einmal tauchen Feinde am Horizont auf, die es gar nicht nett mit Ihnen meinen. Nach diesem unvorbereiteten Angriff steht die erste echte Mission auf dem Programm. Eine große und mit gewaltiger Feuerkraft ausgestattete fliegende Festung der Valahia-Terroristen hat einen Angriff auf Tokio begonnen! Das Antares-Geschwader, zu diesem gehören Sie, und ein weiteres Geschwader eilen der Stadt zu Hilfe. Ihre KI-Kollegen hätten aber nicht unbedingt dabei sein müssen, zumindest in dieser frühen Mission benötigen Sie deren Hilfe nicht.
Nach circa fünf Minuten haben wir die fliegende Superwaffe erledigt. Jetzt gibt es die erste gerenderte Zwischensequenz, die den Spieler tiefer in die Story eintauchen lässt. Weitere dieser Art folgen und hier muss man sagen, die Entwickler haben gute Arbeit geleistet. Die Sequenzen sind wie ein News-Beitrag im Fernsehen aufgebaut und schildern kurz die aktuellen Ereignisse. Sie dienen also als eine Art Vorgeschmack, was Sie in der nächsten Mission erwartet. Auch die Missionsbriefing können hier mithalten. Ebenfalls als Rendersequenz gelöst wird kurz und prägnant geschildert was zu tun sein wird - sehr actionreich. Fortan machen Sie sich auf, die verschiedensten Gruppierungen bei ihrem Kampf gegen die Terroristen zu unterstützen. Die Luftkämpfe führen Sie dabei rund um den Globus und über zahlreiche der großen Metropolen dieser Welt.
Die Grafik ist zweigeteilt. Auf der einen Seite gibt es eine nicht wirklich schöne Bodentextur, und auf der anderen Seite wirken die Kampjets sehr detailliert. Das Höhenruder bewegt sich mit und bei hoher Geschwindigkeit gibt es die typischen Streifen von den Flügeln. Oder werfen Sie zum Beispiel de Nachbrenner an, sieht man am Heck des Fliegers schön das Feuer. Das Selbe gilt für die gegnerischen und verbündeten Jets. Selbst während des Einsatzes sind Details an ihnen zu erkennen. Auch auf der Tonebene muss sich das Spiel nicht verstecken. Der unterlegte Soundtrack ist dermaßen eindringlich, dass Ihr Puls automatisch höher steigt. Nur hin und wieder lässt die Musik ein wenig zu wünschen übrig und verliert sich in Langweile. Auch die Funksprüche gefallen, zumindest in der englischen Fassung, gut.
Steuerung
”Ace Combat” war noch nie eine Simulation und wird es auch in dieser Ausführung nicht. Die Steuerung ist arcadelastig und leicht zu lernen. Die Action steht eindeutig im Vordergrund. Das ist aber nichts Schlechtes, so können auch neue Piloten schnell ins Spiel finden und Spaß dabei haben. Ginge es nicht nach oben und unten, könnte man fast meinen, das hier ein Auto gelenkt wird. Mit dem Analogstick wird die Neigung des Flugzeugs kontrolliert und mit den Schultertasten kontrollieren Sie den Schub. Mit Quadrat wird zwischen den Raketentypen, Sie können den Flieger mit unterschiedlichen bestücken, gewechselt und mit Kreis werden sie abgefeuert. Das Bordgeschütz feuern Sie mit der X-Taste ab und mit Dreieck darf zwischen Zielen gewechselt werden.
Es gibt verschiedene Modi zu bestreiten: Luftkampf-Überleben, Luftkampf-Entscheidung, Basis-Angriff, Luftüberlegenheit, Datengeräte-Kampf und Geleitschutz. In jedem Modus, sei es normaler Kampf oder Sudden Death, erwartet Sie immer etwas Besonderes. Luftkampf-Überleben ist das übliche Last Man Standing, bei Luftkampf-Entscheidung müssen Sie eine bestimmte Anzahl an Gegnern vom Himmel holen, Basis-Angriff macht die Basen der Spieler zum Ziel, Luftüberlegenheit lässt Sie Punkte durch Kontrollieren des Luftraums holen, beim Datengeräte-Kampf müssen Sie ebenselbe Apparate holen und zur Basis bringen und beim Geleitschutz müssen Sie Ihre Verbündeten beschützen.
”Ace Combat: Joint Assault” profitiert wie schon seine Vorgänger von der einfachen Steuerung und der knallharten Action. Ohne langes Hin und Her finden Sie sich in der Luft wieder und rasen mit 1000 km/h Ihren Feinden entgegen. Das klingt nicht nur nach Spaß. Aber auch sonst wird einiges geboten. Bis zu 40 originalgetreue Flugzeuge dürfen von Ihnen freigeschaltet und individuell bestückt werden. An Waffen mangelt es hier nicht. Vorsicht bei zu waghalsigen Manövern. Auch wenn es sich nicht um eine Simulation handelt, verkehrte Loopings sind nicht die richtige Variante um den Feinden nachzukommen.
“Ace Combat“ darf ohne weiteres zu den ehrenwerten Spielreihen gezählt werden. Man hat sich immer auf seine Stärken berufen und eine Flugsimulation geschaffen, die mehr Action-Spiel als Simulation ist. Und das ist auch gut so. Bei heißen Luftgefechten möchte ich mich nicht auch noch um alle wichtigen Instrumente kümmern müssen, nur damit ich nicht abstürze. In diesem Sinne: Einsteigen, abheben, Nachbrenner rein und ab geht die Post.
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