In Might and Magic VI starten sie mit ihrer vierkoepfigen Abenteuergruppe in der schoenen Stadt New Scorpical. Doch das Land Enroth wird von Boesen Mächten bedroht. Sie müssen ein Orakel befragen, um mehr dazu heraus zu finden, doch dies koennen sie nur mit Genehmigung aller Herrscher, der einzelnen Regionen Enroths. Und wie weit spielt die Sekte von Baa eine Rolle? In Might and Magic VII starten sie, diesmal mit einer anderen Party auf der Smaragdinsel, auf der ein Wettbewerb veranstaltet wird. Dem Gewinner des Wettbewerbs winkt als Preis, das Schloss Harmondale. Natürlich versuchen sie es für sich zu gewinnen, doch was sie nicht wissen ist, dass es in Harmondale nicht so friedlich zugeht, wie sie es gerne hätten. In Might and Magic VIII starten sie diesmal nur mit einem einzigen Charakter auf dem recht unzivilisierten Kontinent Jadame. Der Kontinent wird beherrscht von Tier Brunners Drachenjäger Gilde, aber auch Piraten haben sich hier niedergelassen. Sie werden von einer Händlergilde der Dunkelelfen angeheuert, um diese sicher auf die Dagger Wounds Insel zu bringen. Hier beginnt das Abenteuer...
Grafik
Der meist kritisierte Teil der jüngsten Might + Magic-Teile ist wohl die Grafik. Seit Might + Magic VI, zu dessen Zeit die Engine noch halbwegs tauglich war, benutzt 3DO immer die selbe Engine, zwar seit Teil 7 mit 3D Unterstützung, was jedoch nur bei Zaubersprüchen das Spiel etwas besser aussehen lässt. Aber für Might and Magic IX ist endlich eine neue Grafikengine geplant, man kann gespannt sein, ob 3DO sein Versprechen hält. Die Grafik von Might + Magic ist aus der First-Person-Perspektive und in 3D, jedoch werden Monster und andere NPC durch 2D Sprites dargestellt, was natürlich nicht unbedingt ein Genuss fürs Auge ist.
Gameplay
Der Sound ist groesstenteils recht gelungen und atmosphärisch nur bei den dt. Umsetzungen wurde teilweise etwas gepfuscht. Die Stimmen klingen v.a. bei M+M VI teilweise lächerlich, eine Todsünde für ein RPG. Doch mit der Zeit bekam 3DO das Problem der Umsetzung immer besser in den Griff.
Kommen wir zum wichtigsten Teil des Spiels, zum Gameplay. Das Gameplay bleibt groesstenteils gleich. Hole X aus Y und bringe es mir, oder toete A in der Hoehle B. Nicht immer sehr einfallsreich, aber teilweise doch sehr stimmig. Ein großer Nachteil der M+M Serie gegenüber allen anderen RPGs ist der Kampf. Man Kämpft rundenbasiert, in der selben Ansicht in der man auch sonst seine Helden steuert. Das Problem ist nur, das man, v.a. gegen Ende des Spiels immer nur noch gegen riesige Horden von Gegnern kämpfen muss. Es gibt nicht z.b. wie in "Baldurs Gate" verscheiden einzigartige Gegner mit einzigartigen Fähigkeiten, sondern immer nur irgendwelche Standartmonster, von denen dafür gleich Dutzende. Das Zaubersystem ist ganz gut gemacht, viel verschiedene Zauber, doch leider mit einigen nutzlosen Zauber, die kaum jemand verwendet. Die Atmosphäre des Spieles ist hervorragend, die Story packen, aber trotzdem läuft das Spiel unlinear ab, man bekommt den Eindruck einer echten Welt. In M+M VI stehen einen am Anfang nur relativ wenige Klassen zur Verfügung, zwischen einzelnen Rassen kann man leider nicht wählen. Dieses Feature kommt erst in M+M VII hinzu, was die Charaktererschaffung noch interessanter macht. In M+M VIII gibt es dann gar noch mehr Klassen und Rassen wie Dunkelelf oder Vampir. Der Unterschied ist, dass man am Anfang nur mit einem Mann starten und die restlichen Partymitglieder à la "Baldurs Gate" erst "rekrutieren" muss, im späteren Spielverlauf kann man sogar einen Drachen in die Party aufnehmen, was jedoch der Spielbalance leider schadet. Das Skillsystem von Might + Magic ist sehr gut und jede Fähigkeit kann man bei M+M VI vom normalen über den Experten- bis hin zum Meistergrad trainieren, ab M+M VII sogar bis zum Großmeistergrad. Für die jeweiligen Grade braucht man spezielle Ausbilder, die auch spezielle Anforderungen haben. In M+M VII ist es auch sehr interessant, dass man ab einem Zeitpunkt dann wählen kann ob man der boesen Seite verfallen will oder dem Guten treu bleibt, was sich dann auch im Spiel auswirkt. M+M bietet neben einem guten Zauber- und Skillsytsem auch ein gutes Waffen und Ausrüstungssytem. Es gibt zahlreiche Rüstungen und Waffen, verzauberte und normale, Artefakte und Relikte. Alles in allem hat M+M meines Erachtens, trotz einiger kleiner Macken, doch ein sehr gutes du solides Gameplay.
Zusammenfassung
Die M+M Serie gehoert schon seit langem zu den Erfolgreichsten CRPGS der letzten 15 Jahre. Gutes Gameplay gepaart mit toller Atmosphäre und einer Vielzahl an Aufträgen und Rätseln. Die Grafik ist jedoch oft nicht mehr zeitgemäss, auch eine 3D-Hardware Unterstützung hilft da nichts. Die Kämpfe koennen mit der Zeit nervend werden, satt der Horden von gleiche Standartmonstern wären mit knifflige Puzzles und schwere einzigartige Gegner lieber gewesen. Doch wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem kann ich die M+M Serie aus dem Hause 3DO nur ans Herz legen.