Nach dem Spielstart werden Sie gleich einmal gefordert. Da Sie sich nicht lange mit einem Tutorial oder anderen Dingen herumärgern müssen, sondern gleich mitten in die Schlacht geworfen werden, fühlt man sich schnell zuhause. Die Geschichte, die sich dann entwickelt, ist aber leider nicht besonders spannend. Selbes gilt für die Missionen. Ein Bösewicht bedroht die Welt und muss vernichtet werden. Das ist zwar auch bei anderen Spielen meist nicht anders, aber dennoch fehlen ein paar spannende Wendungen. Durch den Wechsel zwischen den Charakteren kommt zudem kaum Bindung mit dem Protagonisten auf. Ob er das Königreich Orphea retten kann oder nicht, ist mir ziemlich egal. Einzig die Kämpfe selber können in den ersten zwei bis drei Stunden begeistern, aber spätestens dann wird auch das Gemetzel eher fad.
Nun ja, „Ninty Nine Nights II“ ist nicht der echte Knüller, auf den alle gewartet haben. Die Metzelei mit den wirklich gut inszenierten Kombinationen und der Fülle an Farben und Effekten macht für eine bestimmte Zeit Spaß, hält die Motivation aber nicht lange genug aufrecht. Die Story bleibt zu einfach und die Figuren zu farblos um wirklich begeistern zu können. Zudem wirken manche der Schauplätze Ideenlos und nicht wirklich einladend. Alles in allem ein Spiel für zwischendurch, das auf lange Sicht aber nicht überzeugen kann.