Die Steuerung wird, vor allem, wenn Sie die Kampfeinheit auf allen vier Stationen mit Waffen bestückt haben, zum Kunststück für die Finger. Beide Maustasten und die Q- und E-Taste sind dann belegt. Mit Raketen Systemen auf den Schultern wird es dann richtig schwierig, da diese durch Gedrückthalten der Tasten aufgeladen werden müssen. Versuchen Sie mal, sich dann auch noch zu bewegen. Aber wie so oft, macht auch hier Übung den Meister. Mit der Zeit wird man immer geschickter und weiß, wann man am besten welche Waffe einsetzt. Der Wanzer verfügt außerdem über einen Boost, mit dem Sie kurzzeitig schnell gleiten oder in der Luft schweben können. Dieser ist aber begrenzt und muss sich immer wieder aufladen.
Atmosphäre
Das Spiel macht richtig Spaß. Es ist wieder einmal spannend, einen Mech zu steuern und „Front Mission Evolved“ gelingt es, dieses Gefühl zu vermitteln. Zudem ist hier auch die Geschichte richtig interessant. Was dem Anschein nach als einfache Geschichte rund um die Rache eines Sohnes beginnt, entwickelt sich mit der Zeit zum politischen Krimi. Hinter den Grenzstreitigkeiten steckt ein wenig mehr und der Anschlag auf New York gehört ebenfalls zu diesem Konflikt. Gelungen ist auch, dass Sie nicht ausschließlich im Wanzer unterwegs sind, sondern auch Außeneinsätze haben. Hier steuert sich das Spiel dann wie ein 3rd Person Shooter und macht die Sache ganz ordentlich. Fordernd sind die Gefechte am Boden zwar nicht, bringen aber dennoch Abwechslung. Die Wanzer selbst lassen sich natürlich in allen Punkten modifizieren. Sie dürfen selbst über Waffensysteme, Ausrüstung, Panzerung und Aussehen Ihres Arbeitsgerätes entscheiden. Die optischen Spielereien müssen hier allerdings erst freigeschaltet werden.
Was ich bisher gesehen haben, stimmt mich sehr zuversichtlich. „Front Mission Evolved“ könnte es tatsächlich gelingen, dieses Genre wieder ein wenig aufleben zu lassen. Das Potenzial dazu hat es allemal. Die spannende Geschichte sorgt zudem dafür, dass es nicht bei langweiligen Kampfeinsätzen bleibt, sondern dass man als Spieler wirklich wissen will, wie es in dem Konflikt weitergeht. Leider trüben aber die schwache Umgebungsgrafik und die wenigen Details noch den Gesamteindruck