Endlich eine neue Flugzeug-Simulation. Ob das Spiel auch das hält, was die Verpackung verspricht, lesen Sie in unserem Review ...
Flugzeug-Simulationen stellen nicht gerade den Hauptanteil an Spielen für den PC dar. Daher sind wir immer wieder gespannt, wenn es ein neuer Vertreter dieses Genres auf den Bildschirm schafft. „Wings of Prey“ nennt sich das aktuelle Spiel von Gaijin Entertainment und kann spielerisch sowie grafisch einigermaßen überzeugen.
Damit Sie sich einen genaueren Überblick über das Spiel machen können, hier ein Trailer:
Doch zunächst zur Geschichte. Sie sind im zweiten Weltkrieg als Pilot unterwegs und dürfen historisch mehr oder weniger korrekte Missionen durchfliegen. Anfangs trainieren Sie noch mit den obligatorischen unbeweglichen Zielen, während Ihnen die grundsätzliche Steuerung der Flieger beigebracht wird.
Dies ist auch wirklich notwendig, da sich das Flugzeug zwar auch arcadelastig steuern lässt, Sie es für authentisches Gefühl jedoch auch sehr in Richtung Simulation drehen können. Dadurch sollte für jeden Spieler eine geeignete Steuerung vorhanden sein, was auch Fluganfänger begeistern wird. Wer es realistisch mag, schaltet hingegen einfach alle Hilfen ab.
Sobald die ersten Missionen geschafft sind, geht es auch schon direkt in den zweiten Weltkrieg. Hier haben Sie die Möglichkeit, nach und nach bis zu 40 unterschiedlichste Flugzeuge zu testen. Jeder Flieger hat hierbei wirklich eine akkurate Umsetzung erhalten, wodurch sich ein Bomber natürlich anders steuert als ein Kampfflieger.
Gerade die Dogfights machen hier am meisten Spaß. Mann gegen Mann (oder Maschine), eins gegen eins ohne moderne Raketen, Düsentriebwerke oder Satellitenabwehr. Besonders die Klassiker wie „Spitfire“, „Mustang“ oder auch „Messerschmitt“ können aufgrund Ihrer historisch korrekten Umsetzung mehr als nur überzeugen.
Solchermaßen ausgerüstet können Sie die insgesamt 50 Missionen angehen. Haben Sie dann noch nicht genug steht der Online-Multiplayer zur Verfügung. Auch hier geht es richtig zur Sache, wenn Sie gegen reale Menschen und nicht nur gegen den Computer antreten können. Das integrierte Ranglistensystem sorgt hierbei für ordentlich Motivation.
Von den technischen Gegebenheiten her spielt „Wings of Prey“ in der oberen Liga mit. Fabelhafte Weitsicht, etliche Details am Boden sowie in der Luft und vor allem das realistische Schadensmodell geben einiges her. Auch die Cockpit-Ansicht spiegelt die Ansicht der damaligen Flugzeuge sehr gut wieder, was für noch mehr Realismus sorgt.
Für diesen sorgen auch die Soundeffekte, die das „Mittendrin“-Gefühl noch steigern. Wenn die gegnerischen Schüsse am Flugzeug vorbeifliegen, können Sie diese auch hören. Ebenso gut gelungen sind die Motorengeräusche, die je nach Umdrehungsanzahl komplett realen Flugzeugmotoren ähneln.
Wenn Sie eine realistische „Zweite Weltkrieg Flugaction“ suchen, werden Sie mit „Wings of Prey“ mit Sicherheit fündig. Natürlich ist das Spiel keine komplett akkurate Simulation, doch gerade im höchsten Simulationsmodus benötigen Sie schon einiges an Fingerspitzengefühl, um das Flugzeug halbwegs in der Luft zu halten und dabei die Feinde abzuschießen.
Für die hohe Auflösung und die damit verbundene tolle Grafik benötigen Sie aber natürlich auch einen dementsprechend guten Rechner. Unter einem Core2Duo (oder vergleichbaren Prozessor) sowie einer Grafikkarte mit 1GB Ram und 3GB Arbeitsspeicher spielt sich nicht viel ab. Dann jedoch haben Sie eine tolle Flugzeugsimulation mit vielen Details und toller Spielbarkeit.
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