Der interessanteste Teil des Multiplayer ist der Coop-Story-Modus. Dieser kann entweder, dank Splitscreen, an einer Konsole oder online gemeinsam in Angriff genommen werden. Beim Splitscreen erfolgt die Aufteilung des Bildschirms horizontal, ein halbwegs großer Bildschirm ist also sicher von Vorteil. Im Coop darf die Story entweder von Anfang an gespielt werden, oder jedes Kapitel einzeln. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich ebenfalls zwischen den vier Stufen variieren. Das Wichtigste im Coop ist Teamwork. Alleinige Vorstöße helfen nicht wirklich beim Vorankommen. Sollte dennoch einer der beiden ins Gras beißen, ist das kein Grund zur Sorge. Kane und Lynch können sich gegenseitig wieder auf die Beine helfen. Der am Boden liegende Spieler muss aber so schnell wie möglich die X-Taste drücken, sonst geht ihm das Lichtlein aus.
Atmosphäre
Auch wenn die Story wie gesagt nicht die einfallsreichste ist, das Spiel wurde grandios in Szene gesetzt. Die Kommentare der beiden passen genau und am meisten hat mich die Kameraführung begeistert. Da ich ein Fan von wackeligen Bildern bin, komme ich hier voll auf meine Kosten. Zusätzlich sorgen Unschärfe und die stark nach Zensur riechenden Vierschmierungen für eine filmreife Spielerfahrung. Die Zensur gehört hier nämlich zum Spielprinzip und wurde nicht nachträglich angeordnet. Sicher wollte man damit schon im Vorhinein eventuelle Probleme mit PEGI und USK umgehen, die Art und Weise wie dabei vorgegangen wurde zeugt aber von Kreativität.
„Kane & Lynch 2: Dog Days“ ist schmutzig und schonungslos. Die fesselnde Inszenierung rettet die schwache Story dabei über die Ziellinie. Die Entwickler haben beim Kernstück des Spiels, den Schusswechseln, zudem nicht auf genügend Abwechslung vergessen, sodass die Gefechte immer wieder spannend sind. Einzig die KI der Gegner lässt mehr als zu wünschen übrig, auch wenn diese zumindest Schießen können, von taktischem Vorgehen haben sie noch nie etwas gehört. Lass die Hunde los!