Sie stehen auf Wimmelbildspiele, möchten aber gerne einmal eine Geschichte für Erwachsene? Dann könnte „Mystery Case Files: Dire Grove“ wie für Sie geschaffen sein. Wenn Sie mehr über den Titel erfahren möchten, sollten Sie sich das folgende Review nicht entgehen lassen.
Big Fish Games verhalf der Wimmelbildspielserie „Mystery Case Files“ im Jahre 2005 zur Weltpremiere. Nachdem der Erfolg des ersten Teils, der den Namen „Mystery Case Files: Huntsville“ trug, nicht lange auf sich warten lies, wurden weitere Ableger dieser Wimmelbildspielreihe veröffentlicht. Bei „Mystery Case Files: Dire Grove“ handelt es sich mittlerweile um den sechsten Ableger und was Sie erwartet, sehen Sie im folgenden Trailer:
Nach der Profilerstellung startet das Spiel mit einem kurzen Intro, in dem die Story kurz eingeleitet wird. Wie wir erfahren, befinden wir uns im kleinen Dorf Dire Grove, das im Norden von Yorkshire liegt. Schon bevor man die ersten Wimmelbildaufgaben und Rätsel erledigen, spürt man schon die schaurige Stimmung.
Gleich wird auch klar, dass es sich bei „Mystery Case Files: Dire Grove“ nicht um ein Standardwimmelbildspiel handelt. Es ist kurz und knapp ein Wimmelbildspiel für furchtlose Erwachsene. Dies unterstreicht auch die USK-12 Prüfplakette auf dem Cover des Titels. Es gilt, teils schwierige Rätsel und Wimmelbildaufgaben zu lösen, die oft wirkliches Kopfzerbrechen bereichen. Zusätzlich erschwert die Tatsache, dass man nicht alle Rätsel überspringen kann, das Vorankommen im Spiel. Ebenfalls etwas nervig ist die Tatsache, dass ohne wirklichen Grund auf einmal an bereits besuchten Orten wieder neue Wimmelbildaufgaben auftauchen. Sollten Sie nicht weiterkommen, besuchen Sie einfach einmal alle Schauplätze. Oft taucht wie aus heiterem Himmel ein neuer Wimmelbildschauplatz auf. Neben den Wimmelbildaufgaben und Rätsel gilt es auch, eine Reihe von Gegenständen zu verwenden, die sich im übersichtlichen Inventar befinden. Diese Gegenstände erhalten Sie meistens als Belohnung für das Lösen einer Wimmelbildaufgabe. So müssen Sie beispielsweise Petroleum in eine Laterne füllen, damit Sie auch an dunklen Orten etwas Licht haben.
Damit Sie nicht ganz alleine auf die Reise gehen müssen, haben die Entwickler Ihnen ein Tagebuch spendiert, in dem auch oft wirklich wertvolle Tipps zu finden sind. Zusätzlich werden auch wichtige Erkenntnisse, wie Codes oder ähnliches, in Tagebuchform notiert.
Alles in allem erwartet Sie ein spannendes und vor allem gruseliges Abenteuer, das mit einer Spieldauer von rund 3-4 Stunden für massenhaft Unterhaltung sorgt. Einzig der hohe Schwierigkeitsgrad sowie die teils schlechte Übersetzung trüben das Spielvergnügen ein wenig.
Hut = Wollmütze
Spule = Nähgarn
Verband = Pflaster
Grafik und Sound
Grafisch bin ich eigentlich ziemlich begeistert. Die Schauplätze präsentieren sich in einem schaurigen und abwechslungsreichen Setting. Auch die Story wird dank der authentischen Schauplätze glaubhaft transportiert. Ein weiteres Highlight ist sind die HQ-Videoaufnahmen. Im Spielverlauf entdecken Sie Videoaufnahmen der vier Studenten, die einige Ausschnitte aus dem vorher gezeigten Trailer (Seite 1) zeigen. Auch die Animationen, wie zum Beispiel das Anlassen eines Generators, können durchwegs überzeugen.
Soundtechnisch gibt’s ebenfalls fast nur Positives zu vermelden. Wie auch die HQ-Videos sowie das authentische Setting stimmt auch die Soundkulisse. Ständig hört man gruselige Geräusche, die für eine Gänsehautstimmung sorgen. Bestes Beispiel ist, wenn man das erste Relikt findet. Dabei wird der Bildschirm eingefroren und der vorher leblose Student beginnt auf einmal zu reden.
Steuerung
Gesteuert wird ausschließlich mit der Maus, wobei die Steuerung nicht wirklich erklärt wird. Wimmelbildprofis haben trotzdem keinerlei Probleme, die Steuerung zu verinnerlichen. Doch auch Anfänger im Wimmelbilduniversum haben nach wenigen Minuten begriffen, wie man durchs Spiel navigiert.
Die Atmosphäre ist wirklich gelungen. Es wird dank der Videoaufnahmen, des schaurigen Settings sowie der Story eine wahre Gänsehautstimmung erzeugt. Besonders markant sind die Videoaufnahmen, die Sie nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern durcheinander entdecken.
Alles in allem bin wirklich überrascht. Die Mischung aus Gruselspektakel und Wimmelbildaction weiß voll zu überzeugen. Die Atmosphäre, die Grafik sowie die Soundkulisse stellen ganz klar die Highlights des Titels dar. Einzig der hohe Schwierigkeitsgrad sowie die teils schwache Übersetzung trüben den Spielspaß ein wenig.
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