Der nächste Summer of Arcade-Titel macht sich auf Xbox Live breit wartet mit jeder Menge Team-Action auf. Wir haben uns die Kombination aus Gameshow, Shooter und Sportart genauer angesehen und verraten Ihnen mehr. Lesen unser Review.
Wir brauchen uns hier nicht lange mit Informationen über eine Story aufhalten. Stattdessen werde ich kurz erzählen, was „Monday Night Combat“ auf den Punkt gebracht, erklärt werden kann. Stellen Sie sich eine Verbindung aus Gameshow, Team-basiertem Shooter und einer Sportart vor. Das Ganze noch schön bunt und fertig ist ein gelungener Mix aus schneller Action und jeder Menge Spielspaß. In einer großen Arena treten Sie entweder gemeinsam oder im Team gegen eine Horde von Gegner an, um Ihren Moneyball zu beschützen. Umjubelt von einem riesigen Publikum sammeln Sie dabei Cash. Jeder der sich jetzt irgendwie an den Film „Rollerball“ (das war jener Film in dem starke Jungs, unter anderem LL Cool J, auf Skates einem Ball nachjagden und sich dabei fast gegenseitig umbrachten) erinnert fühlt, liegt gar nicht so daneben.
In „Monday Night Combat“ gibt es nur zwei Spielmodi: Blitz und Crossfire. Ersterer kann entweder alleine oder im Team gespielt werden, wobei entweder zwei Spieler gemeinsam an einer Konsole oder vier Spieler online, den Kampf aufnehmen. Im Prinzip geht es darum, Ihren Moneyball, ist wörtlich zu nehmen, vor immer stärker werdenden Angriffswellen zu beschützen. Der Computer hetzt dabei Bot um Bot auf Sie oder Ihr Team. Der zweite Modus, Crossfire, ist die Team-basierte Variante. Zwei Teams zu je sechs Spielern treten in einer Arena gegeneinander an. Diesmal ist Ihre Aufgabe zweigeteilt. Sie müssen den eigenen Moneyball beschützen und den des gegnerischen Teams zerstören. Um für mehr Action zu sorgen, laufen hier nicht nur die jeweils sechs Spieler der beiden Teams gegeneinander an, sondern zusätzlich auch jede Menge Bots. Diese Breach genannten Mitstreiter kennen keine Gefahr und rennen ohne Rücksicht auf Verluste in Richtung gegnerischer Moneyball und versuchen dessen Schutzschild zu zerstören.
Um ordentlich kämpfen zu können, stehen Ihnen sechs unterschiedliche Klassen zur Auswahl: Assault, Tank, Gunner, Sniper Assassin und Support. Die ersten drei sind eher die Jungs fürs Grobe. Hier stehen Panzerung und große Kanonen im Vordergrund. Sniper und Assassin sind flink wie Wiesel, stecken dafür aber weniger ein. Der Support unterstützt sowohl Spieler als auch Verteidigungsanlagen. Um Ihren Moneyball außer Gefahr zu halten, dürfen nämlich Verteidigungstürme aufgestellt werden. Wer hier geschickt investiert, kann sich einiges an Mühe ersparen. Da jetzt das Stichwort Investieren gefallen ist. Für jeden Abschuss sammeln Sie in „Monday Night Combat“ Geld. Dieses darf dann entweder für Verteidigungstürme oder aber auch für Upgrades der eigenen Person verwendet werden. Letzteres ist ein wichtiger Punkt, nur wer über genügend Feuerkraft und Widerstandsfähigkeit verfügt, hat Chancen gutes Geld und Punkte zu verdienen. Auch die Breach-Bots im Crossfire-Modus können mit Geld gesteuert werden, verfügen Sie über das notwendige Kapital, was kein Problem sein sollte, dürfen Sie Spawn-Punkte kaufen.
Die Optik wird einige Spieler an „Team Fortress 2“ erinnern und das ist doch kein schlechter Vergleich. Die Klassen haben allesamt eine nette Mimik und lassen hin und wieder einen netten Spruch von den Lippen. Bunte Farben dominieren das Bild, eine erfreuliche Abwechslung zum ständigen Realismus-Anspruch im Shooter-Genre. Die Animationen sind ebenso gelungen wie die akustische Untermalung, einzig das Publikum beschert einem Sorgenfalten. Wie Pixel-Kameraden aus den frühesten „FIFA“-Tribünen fristen sie ein tristes Dasein. Zumindest machen sie Stimmung.
Steuerung
Hier gibt es keine Überraschungen. Ganz normale Shooter-Steuerung. Die Upgrades des eigenen Kämpfers werden einfach über ein Kreismenü angewählt und auch die Türme sind schnell aufgestellt. Ziemlich cool sind manche der Finishing-Moves, vor allem der Assassin kann hier berufsbedingt auftrumpfen. Sie können sich getarnt heimlich Anschleichen und dem Kontrahenten gemein in den Rücken fallen.
Atmosphäre
„Monday Night Combat“ glänzt zwar nicht mit vielen Karten, Spielmodi etc. auf, dafür wurde der Fokus aber auf das Gameplay und den Spielspaß gelegt. Die Entwickler haben sich auf ein paar Punkte konzentriert und diese dafür gut umgesetzt. Genau das macht sich auch beim Spielen bemerkbar. Vor allem, wenn Sie im Team unterwegs sind, entfaltet das Spiel sein volles Potenzial. Türme bauen, Gegner angreifen, wieder zurück, Türme bauen, gegnerischen Moneyball zerstören, und so weiter. Es geht immer wieder hin und her, langweilig wird das nicht. Die verschiedene Klassen spielen sich zudem tatsächlich unterschiedlich, so dass es sich lohnt, nicht immer mit derselben zu spielen.
Wie gesagt, das Spiel ist nicht das Umfangreichste. Lediglich zwei Spielmodi, sechs fixe Klassen und wenige Karten engen das Spiel ein wenig ein. Dafür wurde bei der Umsetzung nicht gepfuscht und die Entwickler haben jede Menge Spielwitz eingebaut. Frag-Hunting steht hier nicht im Vordergrund und das ist auch gut so. „Monday Night Combat“ ist eine gelungene Abwechslung im Shooter-Einheitsbrei.
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