Kenner von „Kingdom Hearts“ wissen, dass sich Square Enix bestens um diese Serie kümmert und den Spielern auf der PSP keineswegs Minderware vorsetzt. Vielmehr hat „Kingdom Hearts: Birth by Sleep“ das Beste von den Konsolenversionen übernommen, einfacher gemacht und weiter perfektioniert. Auch das Missionsdesign lässt nunmehr nichts zu wünschen übrig: Anstatt dem ständigen Hack'n'Slay der Vorgänger (wobei „Kingdom Hearts 2" schon Verbesserungen vornahm) dürfen Sie nun auch Verfolgungsjagden aufnehmen, müssen Zwerge suchen und mehr. All das spielt konsequent in die Richtung, in der sich jeder Spiele-Entwickler sehen will: Der Pfad der Perfektion. Die Geschichte fesselt, auch die Kämpfe lassen sich oft zügig bewältigen, und nicht zuletzt der dreigespaltene Handlungsstrang: Sehr gut!
An dieser Stelle möchte ich ein Zitat nennen, das ich in den unendlichen Weiten des Internets gefunden habe: „Es gibt eine 99,9-prozentige Chance, dass „Kingdom Hearts“ niemals übertroffen werden wird. Dahinter können sich auch die Serien wie „Final Fantasy" et cetera verstecken.“ Nun, für Spieler, die Disney und die PlayStation-Produkte gleichermaßen mögen, kann dies durchaus stimmen. Der Fan in mir ist begeistert über die unvergleichliche Art des Spiels, Geschichten zu erzählen - nicht zuletzt wegen der drei parallel laufenden Handlungsstränge. Der Redakteur in mir findet jedoch noch ganz kleine Schwächen wie bei einigen weniger liebevoll angefertigten Hintergründen und der Kamerasteuerung, wie es bei allen Ablegern der Fall war. Ewig grüßt das Murmeltier, und dennoch freue ich mich wie ein Schneekönig auf die Verkaufsversion. Selbst, wenn die alte Garde der Heldenriege in den Hintergrund gespielt werden sollte: Ein Hit in den Startlöchern!