„Toy Story“ geht in den Kinos in die dritte Runde und auch die aktuelle Konsolen-Generation bekommt eine Umsetzung spendiert. Ob sich der erneute Ausflug in das Spielzimmer lohnt, erfahren Sie in unserem Review.
„Toy Story“ ist wohl so etwas wie die Mutter aller Animationsfilme. Nachdem der Streifen damals in den Kinos für große Augen sorgte, folgte eine riesige Welle an Animationsfilmen, die bis heute andauert. Und obwohl ihnen bereits viele große Namen wie zum Beispiel „Shrek“ oder „Ice Age“ gefolgt sind, lassen sich der niedliche Cowboy Woody und der kleine egoistische Buzz nicht mehr aus unseren Gedächtnis löschen. Das dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass uns nun mit „Toy Story 3“ nicht nur ein neuer Kinofilm, sonder auch eine Umsetzung für unsere Konsolen geboten wird.
„Toy Story 3“ fährt gleich mit zwei großen unterschiedlichen Modi auf. So wie es auch viele andere Umsetzungen machen, folgen Sie im „Story-Modus“ der Geschichte des Films und können jeweils die Schlüsselszenen, nach schicken Intros, selbst spielen. Diese Szenen setzen sich jeweils aus kleine „Jump and Run“- Geschicklichkeits- und „Shooter“- Einlagen zusammen je nachdem mit welcher der drei spielbaren Charaktere Sie an den Start müssen. So verfolgen Sie beispielweise mit Woody einen Zug im knuffigen Wild West Setting oder ballern sich mit Buzz Ihren Weg durch ein Weltraum-Level.
Der zweite Modus „Spielzeugkiste“ entführt Sie in eine kleine Wild West Stadt im Open World- Stil. Diese wird von so ziemlich allen bekannten Spielzeugen des Films besiedelt und Ihre Aufgabe ist es, durch das Lösen von Minispielen, Geld zu verdienen, um die Stadt weiter auszubauen.
Grafik und Sound
Die Wii-Version steht den HD-Konsolen auf den ersten Blick vor allem spielerisch in nichts nach. Beide bieten denselben Umfang sowohl im Story- als auch im Spielzeugkisten-Modus. Bei der Grafik tun sich natürlich altbekannte Differenzen auf, wobei sich alle Versionen für ihren durchschnittlichen Standard sehen lassen können und mit schicken Wasserspiegelungen und Explosions-Effekten auffahren. Auch der Sound ist sehr gut gelungen und vor allem die witzigen Kommentare der Spielzeuge erinnern immer wieder an die Filme.
Steuerung
Alles in allem lassen sich die Charaktere sehr gut mit Fernbedienung und Nunchuk (erforderlich) über den Bildschirm manövrieren, wobei man aber ab und zu durch lästige Ruckler gestört wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Kamera, die leider oft zum falschen Moment in eine andere Richtung als die gewünschte fährt. So muss man vor einem Sprung oft nachkorrigieren, wodurch das Spiel manchmal etwas frustrierend wirkt.
Vor allem der „Spielzeugkisten-Modus“ kann es einem in puncto Atmosphäre wirklich antun und gleicht somit die Mankos des etwas kurz ausgefallenen „Story-Modus“ locker wieder aus. Hier gibt es einfach immer etwas zu tun. So hilft man zum Beispiel eine Blockhütte neu zu streichen, sucht Klamotten für die Spielzeuge oder gräbt mit einer Spitzhacke nach Gold. Durch die vielen unterschiedlichen Bewohner und die sich ständig ändernde Stadt wird einem hier so schnell garantiert nicht langweilig.
Zusammenfassung
Bei „Toy Story 3“ kann man die Vorurteile von Filmumsetzungen getrost vergessen und sich auf ein fassettenreiches, aber auch kindgerechtes Abenteuer mit allen Charakteren des „Toy Story“-Universums freuen. Lediglich ein paar technische Macken, wie die teilweise verkorkste Kamera, trüben etwas das Gesamtbild. Wer den Film noch nicht gesehen hat und nichts verraten bekommen will, sollte mit dem Story-Modus allerdings noch etwas warten und sich in der Zwischenzeit in der „Spielzeugkiste“ vergnügen, die meines Erachtens das richtige Highlight des Spiels darstellt und für viele Stunden vor der Flimmerkiste fesseln kann.
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