Die Atmosphäre wird in „Limbo“, so seltsam es sich auch anhören mag, vor allem durch die anfänglich fehlende Story erzeugt. Warum ist man hier, wer sind diese anderen Schattengestalten, die einen töten wollen, und wohin will der Junge eigentlich? Natürlich tragen auch die drei düsteren Schauplätze stark zur Atmosphäre bei. Sie durchwandern nach der Reihe den Wald, eine verlassene Stadt und eine alte Fabrik. Leider leidet die Stimmung gerade zum Schluss hin etwas unter den sehr steril wirkenden Räumlichkeiten der Fabrik. Das Ergreifendste ist allerdings die ständige Bedrohung des empfindlichen Jungen und die sehr brutal inszenierten Sterbeanimationen, vor denen man den Kleinen regelrecht zu bewahren versucht.
Zusammenfassung
„Limbo“ hat meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Die Steuerung funktioniert einwandfrei und die Atmosphäre könnte gar nicht besser sein. Durch die fantastische Physik bekommen die Rätsel ein dermaßen hohes Niveau, wie ich es zuletzt bei „Braid“ gesehen und geliebt habe. Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht die relativ kurze Spieldauer, die bei einem XBLA-Game um aber 1200 Points aber in der Norm liegt.