Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschmilzt. In „Darkness Within 2“ sind Sie dem Wahnsinn auf der Spur. Basierend auf H.P. Lovecraft's Werken ist dies hier die Fortsetzung. Gelingt es, Sie gekonnt in den Wahnsinn zu treiben oder ist der Titel nur eine Witznummer? Lesen Sie unser Review.
Alpträume und heftige Visionen packen Howard, unseren Charakter. In der einen Sekunde noch in der Irrenanstalt, und in der nächsten in einer Hütte wo er einen Brief vorfindet. Niemand geringer als Loath Nolder hat ihn hinterlassen. Unser Detective Howard nimmt dann die Ermittlungen in der Stadt Arkhamend auf um herauszufinden, was ihn zum Wahnsinn treibt.
Passend zum Genre wird Ihnen immer wieder düstere Atmosphäre den Atem rauben, gleichzeitig aber auch unlogisch enden. Prinzipiell geht es hier um Rätsel, und sehr viel zu lesen. Unmengen an Zeitungsausschnitten, Tagebüchern und andere lesbare Dinge. Aber mit Lesen alleine ist nicht gleich das Rätsel gelöst. Sie müssen mit einer bestimmten Funktion eventuell Interessantes markieren. Diese Fakten werden zusammengefasst, um später darüber grübeln zu können. Eher ungewöhnlich und neu, ist aber aufgrund der Story und dem Geschehen sehr passend. Denn hier verbergen sich oft wichtige Informationen, obwohl ab und an auch nur ödes Gekritzel dabei ist, das nicht gebraucht wird.
Empfehlenswert ist es, so viele Schauplätze wie möglich zu besuchen und „kürzere Wege“ nicht unbedingt immer zu nützen. Denn leider durchzieht das Spiel eine gewisse Ratlosigkeit. Speziell am Anfang werden Rätsel Ihnen unlogisch oder unfertig vorkommen. Das liegt daran, dass manches erst später zusammengefügt wird. Manche Situationen können leicht übersehen werden, was später zu Problemen führen kann.
Die Rätsel selbst sind gut umgesetzt. Gut studierte Zeitungen und Ausschnitte verhelfen einem immer zur Lösung. Und das Schöne daran ist das Schöne darin: Sie finden zahlreiche, sehr unterschiedliche Rätsel, wo es Maschinen und Schlösser zu enträtseln gibt. Ab und an erweckt auch etwas zum Leben was das Gruselige nur unterstreicht.
Grafik und Sound
Wer glaubt, sich mit dem Titel an „Fear“ oder dergleichen messen zu können, irrt gewaltig. Grafisch ist der Titel sehr staubig. Ein ewiger Kampf zwischen sehr guter düsterer Atmosphäre und öder Grafik. Letztendlich verliert der Titel durch seltsame Animationen der Charaktere. Unlogische Bewegungsabläufe in Verbindung mit starren Animationen kommen den Charakteren nicht gerade zugute.
Was sich ordentlich abhebt, ist das Vertonte. Ein Genuss für die Ohren! Schreckmomente oder gruselige Momente, die einem das Haar zu Berge stehen lässt, dürfen Sie eindeutig den Sound zuschreiben.
Steuerung
Die Steuerung funktioniert im Großen und Ganzen. Manchmal hakt es, etwa beim Kisten loswerden. Das Inventar selbst ist etwas umständlich, aber erlernbar. Die Miniobjekte machen einem anfangs das Ganze etwas schwerer. Positiv zu bewerten ist die Karte. Diese erspart Ihnen eine Menge unnötiges Herumirren.
Atmosphäre
Wie schon gesagt, ist die Grafik sehr staubig, wird aber durch gekonnte akustische Umsetzung wieder dem Stil gerecht. Überwiegend dunkle Umgebung, Geräusch und Schockmomente machen dem Titel zum richtigen Schocker. Ab etwa der Mitte des Spiels werden Sie richtig in die Geschichte hineingesogen, weil Sie bis dahin viel selber analysiert haben und Sie quasi Ihren Beitrag geleistet haben.
Zusammenfassung
Ein Möchtegern-Schocker. Grundsätzlich kann der Titel unterhalten, ist aber auf Dauer durch zu viel Unlogisches und Unfeines sehr spielspaßgefährdet. Animationen und manche Rätsel wirken wie in der Beta–Phase. Wer den ersten Teil kennt und Gefallen daran findet ,kann hier auch sein Glück versuchen. Für Einsteiger ist es aber weitgehend nicht empfehlenswert.
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