Auch wenn das Spiel im Single-Player eine Menge Spaß macht, wird es erst im Multiplayer so richtig spannend. Die Kampagne muss nämlich keine Solo-Action bleiben. Pacific City ist mehr oder weniger Ihr Spielplatz, Ihre Sandkiste, und so dürfen Sie an beliebigen Plätzen in die Spielwelt einsteigen. Vor der ersten Mission legen Sie zudem fest, ob andere Spieler – sofern Sie mit XBOX-Live verbunden sind – sich in Ihrer Stadt tummeln dürfen oder nicht. So können Spieler gemeinsam an einer Kampagne spielen, in verschiedenen Städten ihr Unwesen treiben, oder gemeinsam an der Säuberung einer Stadt arbeiten. Außerdem finden sich neben den anderen Orbs an bestimmten Punkten auch durch den LIVE-Schriftzug gekennzeichnete Mehrspielerkugeln, die eine Coop-Aktion starten. Dazu brauchen Sie nur einen Freund einladen. Weiterer Aspekt des Online-Abenteuers sind die PvP-Kämpfe. Drei Spielmodi – Raketenjagd, Deathmatch und Team-Deathmatch – warten auf bis zu sechzehn Spieler. Ein eigenes Rangsystem sorgt hier für Überblick über den Spielerfortschritt. Wenn Superagenten sich gegenseitig ans Leder wollen, wird es dann richtig schnell und intensiv.
Atmosphäre
An Spaß mangelt es “Crackdown 2” wirklich nicht. Die riesige, sofort frei zugängliche Welt bietet an allen Ecken und Enden Action von der feinsten Sorte. Besonders nett ist es, wenn Sie sich in einem Gebiet voller Freaks absetzen lassen, als Fahrzeug den Agency-Buggy nehmen, der geht wirklich ab, und dann volles Rohr durch die Mutierten fetzen. Dann kracht und platscht es, dass es eine Freude ist. Aber Vorsicht, sollten Sie Selbiges Tagsüber bei den Zivilisten versuchen hat Sie die Agency am Kieker. Auch wenn der eine oder andere Kollateralschaden verziehen wird, sobald zu viele Einwohner der Stadt daran glauben mussten, werden die Peacekeeper, sozusagen die gemeinen Fußsoldaten der Agency, auf Sie gehetzt. Weitere Punkt der zur Atmosphäre beiträgt sind die Radios, die bei den Cell-Anhängern herumstehen. Diese beschallen die Umgebung immer mit den Worten der Cell-Anführerin und lassen sich auch auf Stumm schalten.
Alles in allem bietet „Crackdown 2“ eine Menge Spielspaß, bei dem nicht zu viel Hirnarbeit von Nöten ist. Einfach Konsole aufdrehen, einsteigen und Spaß haben lautet hier die Devise. Das dürfte auch das beste Argument für das Spiel sein. Auch wenn es nicht wirklich eine Story gibt und der Unterschied zu Teil eins eher gering ausfällt, bietet die Welt dermaßen viel zu entdecken, dass ausreichend Material für viele Spielstunden zur Verfügung steht.