„APB“ macht Spaß. Die Kombination aus NPC-Auftraggebern und anschließenden PvP-Kämpfen (Spieler gegen Spieler) ist gut gelungen und bringt ein wenig Abwechslung in den ansonsten eher quest-orientierten MMO-Alltag. Zudem ist auch das Setting erfrischend und lässt durchaus die These zu, dass es sich hierbei um eine Art Online-„GTA“ handelt. Die Schauplätze und das Missionsdesign, sowie die Vielzahl an Möglichkeiten sich in den Social-Districts kreativ auszutoben zeugen von durchdachtem Spieldesign. Zudem ist die Möglichkeit sich durch harte Arbeit beim Designen von Kleidung, Autos usw. seine Spielzeit zu verdienen, eine gute Sache. Es kommt hier aber darauf an, wie die Community auf die Schöpfungen der Spieler reagiert, wie im echten Leben auch. Man sollte vor lauter virtueller Arbeit dann nur nicht auf die echte vergessen. Bleibt abzuwarten, ob die monatlichen Kosten – wer ernsthaft spielen möchte, wird nicht daran vorbei kommen – von den Spielern akzeptiert werden, oder nicht.
Das Spiel macht eigentlich fast nichts falsch. Einzig die andauernden Verfolgungsjagden werden mit der Zeit ein wenig lästig. Wenn man zu lange keine Aufträge erfüllt und einfach nur die Stadt genießen will, unterbrechen diese einen immer wieder. Ansonsten kann man sich in San Paro aber herrlich austoben. Die Welt bietet sowohl für Ordnungsfanatiker als auch für Chaostypen genügend Möglichkeiten, sich zu entfalten. Die gute Community-Einbindung und die Vielzahl und Gestaltungsmöglichkeiten in den Social-Districts, die zudem frei zugänglich sind, erweitern das Spiel enorm.