Vor 2 Jahren hatte Iron Man seinen ersten Auftritt auf der Kinoleinwand. Schon damals hat sich SEGA die Rechte für ein Videospiel gesichert. Nun läuft „Iron Man 2“ in den Kinos, und SEGA hat es sich nicht nehmen lassen, auch diesmal ein Videospiel für Marvels Comichelden zu kreieren. Wie das Spiel mit dem eisernen Mann zu spielen ist, lesen Sie in unserem Review.
Nachdem Tony Stark seinen Kampfanzug „Iron Man“ erfunden hat und ihn der Öffentlichkeit präsentiert hat, begann das Wettstreiten in der Waffenindustrie. Jede Organisation und jedes Land will stärker, besser und umfangreicher sein. Um den Frieden in dieser Welt zu wahren, stürzt sich Robert Downey Jr. als Iron Man gemeinsam mit seinem Helfer Warmachine ins Abenteuer. So spannend diese Geschichte im Film erzählt wird, so enttäuschend langweilig und emotionslos wird sie im Spiel erzählt. Das altbekannte Klischee der Filmumsetzungen für Videospiele bewahrheitet sich auch in „Iron Man 2“.
Gameplay
Filmumsetzungen haben es in der Videospielbranche nicht leicht. Die meisten Spiele wirken lieblos und wie schnell hingefetzte Auftragsarbeiten. Das „Iron Man 2“ da leider keine Ausnahme macht, merkt man schon nach wenigen Spielminuten. Die Schauspieler kommen nur in unbewegten Bildern vor, die ihren Text nicht sprechen, sondern als Textbox dem Spieler präsentieren. Abgesehen der richtig schlechten Sprachausgabe der Konsolenversionen ist dies jedoch fast schon ein positiver Aspekt im Spiel. Doch dazu später mehr. Für die Missionen können Sie sich entweder den gelb-roten Iron Man aussuchen oder den schwarz-grauen Warmachine. Während Iron Man durch seine Flinkheit und schnelle Bewegungen besticht, ist Warmachine,wie der Name schon sagt, mit einem großen Auswahl an starken Waffen und starker Panzerung ausgestattet. Die Missionen gestalten sich ähnlich eintönig wie die Gesichter der Schauspieler. Schießen, rennen, fliegen – das war’s. Mehr gibt es nicht zu tun. Hin und wieder können Sie sich als Highlight im Spiel auf einen Bossfight freuen, der zumindest ein bisschen Abwechslung ins Spiel bringt.
Am Ende eines Levels bekommt man, je nachdem, wie viele Gegner man erledigt hat, Punkte aufs Konto gutgeschrieben. Mit diesen lassen sich im Labor die Anzüge der beiden Comichelden aufbessern, neue Waffen kaufen oder gekaufte Waffen verbessern. Dies macht Spaß und hilft ein wenig über die unmotivierte Grafik hinweg.
Grafik und Sound
Die Grafik ist für DS nicht schlecht, aber auch nicht gut. Lieblose, emotionslose Gesichter erzählen langweilige Dialoge. Alle Cutscenes werden nur von der Seite gezeigt, Kamerafahrten, verschiedene Perspektiven oder andere Einstellungen hätten viel mehr vom Kinoflair in den DS gezaubert.