GameplayWorum kann es in einem Titel gehen, der „Captain Blood“ heißt, einen Haupthelden besitzt, dessen Oberarme voluminöser als seine Oberschenkel sind und das einen Krieg als Hintergrundgeschichte anführt? Eben. In bester Side-Scroll-Manier schnitzeln Sie sich durch eine Unzahl an Spaniern, wobei Sie die ultimative Auswahl dabei haben, wie Sie die Bastarde töten. So können Sie sich für eine Pistole entscheiden, die aus großer Entfernung ihren Dienst tut, Sie können aber auch zwischen schnellen und starken Angriffen umschalten, um diverse Feinden das Leben auszuhauchen. Wie es für ein durchschnittliches USK-18-Spiel aber auch Pflicht ist, können Sie einen Finishing Move anbringen, der im Prinzip immer daraus besteht, dass Peter Blood eine seiner Klingen in beliebig oft in den anvisierten Gegner reinsteckt und möglichst viel Blut vergießend wieder herausholt.
Damit es nicht zu eintönig wird, gibt es auch eine Exekution, bei der Peter per Schulterwurf den Gegner wenig liebevoll auf den Rücken legt und ihm eine Sekunde später mit seinem Stiefel das Genick bricht. Ihr Anreiz, dem Fleisch gewordenen Blutvergießen länger als ein paar Minuten beizuwohnen, ist derjenige, dass Sie mit jedem Kill Gold gewinnen. Nach Abschluss einer der 44 Episoden, was Sie zwischen fünf und 15 Minuten vor dem Schirm hält, können Sie nämlich in einem Upgrade-Interface entscheiden, ob Sie Ihrem Helden mehr Leben, mehr Granaten oder sonstige Boni verschaffen. Ansonsten? Bei der Abwechslung Fehlanzeige, und bis darauf, dass Sie in wenigen Missionen auch den flinken Walt spielen dürfen, oder dass manche Level an Docks spielen und andere ausschließlich an Land, und ganz wenige auf Schiffen ... nein, das war‘s auch schon.Grafik und SoundGrafisch sieht „Captain Blood“ recht ansprechend aus, hätten wir das Jahr 2007. Allerdings muss man diese Aussage auf die Charaktere beschränken, die zurzeit noch sehr kantig wirken. Wirklich überzeugen kann das Wasser, das so gut wie immer sichtbar ist, und dies tut es im Mondschein, in praller Sonne und in der Nacht. Die Effekte und Blutspritzer sind ganz nett, aber man hat schon Besseres gesehen. Auch die Holzdielen der Schiffe sehen so aus, als würde noch das gewisse Extra fehlen. Dafür, dass wir aber nur eine Preview-Version in Händen halten, klingt es aber so, als hätte SeaWolf noch viel Zeit, diese Mängel auszumerzen.
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