What Did I Do to Deserve This, My Lord!? 2 PSP
Erscheinungstermin: 07.05.2010 Mehr Infos
Plattform: PSP
Genre: Action
Release: 07.05.2010
Vertrieb: NISAmerica
Entwickler: NISAmerica
Webseite: Visit
USK-Einstufung: ![]()
What Did I Do to Deserve This, My Lord!? 2
von Manfred Beck 18.05.2010
Lästige Helden wollen Badman zum zweiten Mal ans Leder, und es ist Ihre Aufgabe, ihn vor diesem unangenehmen Zugriff zu schützen. Der Titel verspricht Motivation für lange Zeit und zeigt Ihnen Ihre Grenzen so manches Mal ganz schön auf! Ob das Spiel mehr Lust als Frust anbietet, lesen Sie in unserem Review!
Ihr Alter Ego, Badman, ist ein übler Schurke. Sein Traum ist es, die Herrschaft über das Land zu erringen, und er hat einen Plan: Mit der Restauration seines Schlosses des Bösen, das von unsäglichen Helden im Meer versenkt wurde, will er seine Macht wieder auferstehen lassen wie einen Phönix aus der Asche. Um ihm dabei zu helfen, drückt er Ihnen eine Spitzhacke in die Hände und lässt Sie seinen Dungeon graben. Sinn und Zweck dieses Gewölbes ist es, die ankommenden Möchtegern-Guten zum Einen zu verwirren (wer weiß schon in einem Dungeon ohne Maphack sofort, wo es langgeht?), und zum anderen sollen Sie ein funktionierendes Ökosystem an Monstern erschaffen. Klingt kompliziert, ist anfangs auch so, aber damit Sie sich ein Bild von all dem machen können, haben wir hier einen Trailer für Sie!
GameplayIhre Mission ist also klar: Binnen eines knapp bemessenen Zeitlimits, bevor die ersten Helden durch das obligatorische Gasthaus in den hauseigenen Dungeon kommen, sollen Sie ebenselben mit ausreichend Verzweigungen und Monstern ausgestattet haben, sodass die tapferen Recken erfolgreich abgewehrt werden können. Zu Beginn offenbart sich Ihnen eine riesige Fläche mit quadratischen Steinen, die Sie (sofern ein Weg zu ihnen führt) einen nach dem anderen mit Ihrer Spitzhacke zerschlagen können. Normale Steine zerbröseln nur, während moosgrün bewachsene Quadrate Ihnen mit der Zerschlagung die Grundlage für Ihren großen, bösen Naturkerker dienen: Pro zerstörtem Moos-Quadrat erwächst daraus je ein Schleimmonster. Sie haben eine vergleichweise geringe Kampfkraft, die unförmigen Blobs haben nur eine wirkliche Aufgabe: Die Nährstoffe von den vorhandenen Blöcken zu fressen und sie zu anderen zu transportieren. Natürlich hat diese Aktion einen Mehrwert, denn die Blöcke lassen sich in Level unterscheiden. Level 0-Blöcke ohne Ernährungsgrundlage erschaffen nichts, Level 1-Blöcke die besagten Schleimmonster, Level 2-Blöcke (welche schon weiß werden) sind für die skorpionartigen Stacheltiere zuständig, und so treibt sich die Taktik in ungeahnte Höhen bis hin zur Beschwörung eines feuerspuckenden Drachen oder - noch besser - diversen Dämonenanrufungen, die all Ihren Monstern einen Bonus auf Verteidigung, Attacke oder mehr geben.
Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, können Sie nur indirekt eingreifen, indem Sie die Blöcke sprengen. Denn die Monster agieren völlig selbständig und tun, wie es ihnen grade beliebt: Es bedarf einiger Zeit im Tutorial, bis Sie vollständig begriffen haben, wie Sie Ihr Ökosystem optimalerweise aufbauen. Der erste Level ist etwa wie folgt: Sie haben drei Minuten, um den Dungeon aufzubauen, und während Sie einen vertrackten Weg nach dem anderen mit mehrarmigen Kreuzungen einbauen (sehr wichtig, dazu später), entstehen die Schleimmonster von selbst und fressen sich ihren Weg durch Ihr Gewölbe. Von Zeit zu Zeit werden Blöcke weiß, da genug Ernährungsstoffe darauf sind, und wenn Sie diese zerschlagen, kommen die Skorpione zum Vorschein. Dieser frisst die Schleimmonster, denn ohne Nahrung verhungern Ihre Monster kläglich! Das heißt, je mehr Skorpione Sie erstellen, um die Heldenbedrohung abzuwehren, umso mehr laufenden Schleim brauchen Sie, damit kein Tierchen eingeht. Damit nicht genug, geht es mit der Evolution auch steil bergauf: Level 3-Blöcke geben Ihnen Zugang zu Echsen mit Schwert (vergleichbar mit den Sumpfkriegern aus „Neverwinter Nights 2“), die sich ihrerseits von Skorpionen ernähren. Klarerweise sind die Echsenkrieger effektiver als die Skorpione, doch die Balance der Kräfte macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Noch dazu verändern sich die Monster je nach Umgebung: Nehmen wir an, dass in den letzten 30 Sekunden besonders viele Skorpione durch die Echsenkrieger gemeuchelt und gefressen wurden. Mutter Natur stattet daraufhin die neugeborenen Skorpione (man ist ja nicht blöd) mit einem Giftstachel aus, und Sie werden darauf wortreich hingewiesen. Nun wird es schwieriger, die Echsenkrieger zu ernähren, da diese Gift nur mit Vorsicht genießen, und wenn die Verhältnisse stimmen, kann es sein, dass die Skorpione nun die Echsen ausrotten und nicht umgekehrt! Wobei Gift aber wieder eines der wirkungsvollsten Mittel gegen die Heldenplage ist, und das künstliche Skorpionschlachten ein taktischer Kunstgriff ... alles unklar?
Nach Ablauf der nicht angezeigten Zeit stellen sich die Helden vor, bevor sie in den Dungeon gehen. Etwa 20 Sekunden vor Eintreffen der Helden äußert Badman eine düstere Vorahnung, und dann geht es los! Der erste Hero schreit „I don‘t wanna die!“, ein großer Vertrauensbeweis in seine Fähigkeiten. Bevor er aber seinen Weg ins Nirvana antreten wird, dürfen Sie noch Badman auf einen Thron setzen und ihn im Gewölbe möglichst weit nach hinten stellen, damit der/die Held/en möglichst lange suchen müssen. Das Ziel der Helden ist es nämlich, Badman zu finden, ihn zurück an die Oberfläche zu schleifen und dort den Garaus zu machen. Die ersten Helden sind noch keine großen Probleme für Skorpione und Schleimmonster, doch ab der dritten Ebene wird es ein typisches NIS-Spiel. Tüfteln und mehrmaliges Tutorial-Spielen ist ein guter Ratschlag, denn plötzlich müssen Sie Monster beschwören, von denen Sie vorher noch gar keine Ahnung hatten, und haben Sie erst einmal den Dreh raus, wie Sie die Tiere beschwören, sind auch die nächsten ein bis zwei Dungeon ein Klacks.
Der Sound ist ebenfalls sehr einfach gehalten und dennoch zu 100 Prozent gelungen, hier beweist „What Did I Do To Deserve This, My Lord?! 2“, dass gute Spiele nicht immer eine Mordsaufmachung benötigen.
Ihr Alter Ego, Badman, ist ein übler Schurke. Sein Traum ist es, die Herrschaft über das Land zu erringen, und er hat einen Plan: Mit der Restauration seines Schlosses des Bösen, das von unsäglichen Helden im Meer versenkt wurde, will er seine Macht wieder auferstehen lassen wie einen Phönix aus der Asche. Um ihm dabei zu helfen, drückt er Ihnen eine Spitzhacke in die Hände und lässt Sie seinen Dungeon graben. Sinn und Zweck dieses Gewölbes ist es, die ankommenden Möchtegern-Guten zum Einen zu verwirren (wer weiß schon in einem Dungeon ohne Maphack sofort, wo es langgeht?), und zum anderen sollen Sie ein funktionierendes Ökosystem an Monstern erschaffen. Klingt kompliziert, ist anfangs auch so, aber damit Sie sich ein Bild von all dem machen können, haben wir hier einen Trailer für Sie!
Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, können Sie nur indirekt eingreifen, indem Sie die Blöcke sprengen. Denn die Monster agieren völlig selbständig und tun, wie es ihnen grade beliebt: Es bedarf einiger Zeit im Tutorial, bis Sie vollständig begriffen haben, wie Sie Ihr Ökosystem optimalerweise aufbauen. Der erste Level ist etwa wie folgt: Sie haben drei Minuten, um den Dungeon aufzubauen, und während Sie einen vertrackten Weg nach dem anderen mit mehrarmigen Kreuzungen einbauen (sehr wichtig, dazu später), entstehen die Schleimmonster von selbst und fressen sich ihren Weg durch Ihr Gewölbe. Von Zeit zu Zeit werden Blöcke weiß, da genug Ernährungsstoffe darauf sind, und wenn Sie diese zerschlagen, kommen die Skorpione zum Vorschein. Dieser frisst die Schleimmonster, denn ohne Nahrung verhungern Ihre Monster kläglich! Das heißt, je mehr Skorpione Sie erstellen, um die Heldenbedrohung abzuwehren, umso mehr laufenden Schleim brauchen Sie, damit kein Tierchen eingeht. Damit nicht genug, geht es mit der Evolution auch steil bergauf: Level 3-Blöcke geben Ihnen Zugang zu Echsen mit Schwert (vergleichbar mit den Sumpfkriegern aus „Neverwinter Nights 2“), die sich ihrerseits von Skorpionen ernähren. Klarerweise sind die Echsenkrieger effektiver als die Skorpione, doch die Balance der Kräfte macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Noch dazu verändern sich die Monster je nach Umgebung: Nehmen wir an, dass in den letzten 30 Sekunden besonders viele Skorpione durch die Echsenkrieger gemeuchelt und gefressen wurden. Mutter Natur stattet daraufhin die neugeborenen Skorpione (man ist ja nicht blöd) mit einem Giftstachel aus, und Sie werden darauf wortreich hingewiesen. Nun wird es schwieriger, die Echsenkrieger zu ernähren, da diese Gift nur mit Vorsicht genießen, und wenn die Verhältnisse stimmen, kann es sein, dass die Skorpione nun die Echsen ausrotten und nicht umgekehrt! Wobei Gift aber wieder eines der wirkungsvollsten Mittel gegen die Heldenplage ist, und das künstliche Skorpionschlachten ein taktischer Kunstgriff ... alles unklar?
Nach Ablauf der nicht angezeigten Zeit stellen sich die Helden vor, bevor sie in den Dungeon gehen. Etwa 20 Sekunden vor Eintreffen der Helden äußert Badman eine düstere Vorahnung, und dann geht es los! Der erste Hero schreit „I don‘t wanna die!“, ein großer Vertrauensbeweis in seine Fähigkeiten. Bevor er aber seinen Weg ins Nirvana antreten wird, dürfen Sie noch Badman auf einen Thron setzen und ihn im Gewölbe möglichst weit nach hinten stellen, damit der/die Held/en möglichst lange suchen müssen. Das Ziel der Helden ist es nämlich, Badman zu finden, ihn zurück an die Oberfläche zu schleifen und dort den Garaus zu machen. Die ersten Helden sind noch keine großen Probleme für Skorpione und Schleimmonster, doch ab der dritten Ebene wird es ein typisches NIS-Spiel. Tüfteln und mehrmaliges Tutorial-Spielen ist ein guter Ratschlag, denn plötzlich müssen Sie Monster beschwören, von denen Sie vorher noch gar keine Ahnung hatten, und haben Sie erst einmal den Dreh raus, wie Sie die Tiere beschwören, sind auch die nächsten ein bis zwei Dungeon ein Klacks.
Grafik und Sound
Grafisch erinnert das Game bestenfalls an 16-Bit-Niveau, aber das macht gar nichts aus. Der Charme und Wortwitz, den Badman versprüht, könnte in 3D nicht wirkungsvoller sein - und die Monsterhorden sind mit der Vogelperspektive bestens überschaubar.Der Sound ist ebenfalls sehr einfach gehalten und dennoch zu 100 Prozent gelungen, hier beweist „What Did I Do To Deserve This, My Lord?! 2“, dass gute Spiele nicht immer eine Mordsaufmachung benötigen.
Steuerung
Die Tastenbelegung ist äußerst einfach gehalten, doch glauben Sie es ruhig: An der Steuerung liegt es sicher nicht, dass Sie Ihre PSP schon gerne ein paar Mal schreiend durch das Zimmer werfen würden. Vielmehr ist es die Einsicht, dass man an der eigenen Taktik scheitert, und haben Sie den richtigen Mix zwischen schwachen und starken Monstern gefunden, grübeln Sie im Nachhinein, was Ihnen eigentlich genau solche Probleme bereitet hat. Echt stark!Atmosphäre
Das Game fällt nahtlos in die selbe Reihe wie „Prinny - Can I Really Be The Hero?“. Zuckersüß, mit faustdickem Humor und einem immensen Suchtfaktor gesegnet, weiß der Titel immer wieder zu frustrieren, ohne persönlich zu werden. Noch nie hatte ich meine PSP in dieser Frequenz in der Hand! Mir ist klar, dass die Zielgruppe dieses Titels eine sehr kleine ist, und nicht jeder steht auf Strategie im Sinne vom Erschaffen eines eigenen Ökosystems und dies in einem extrem harten Schwierigkeitsgrad. Wenn Sie allerdings Gefallen an einer herausfordernden „Spore“-Simulation mit witzigem Hintergrund haben: Zögern Sie nicht. Diese Spiele könnten Sie auch interessieren:
PROS
- Cooles Spielprinzip
- Witziger Protagonist
- Immer wieder Neues zu entdecken
CONS
- Beinharter Schwierigkeitgrad
- Viele Frustmomente
- Nichts für zwischendurch

