Sie haben genug von all den Beat‘Em‘Up Spielereihen wie „Tekken“, „Street Fighter“ oder „Mortal Kombat“? Dann kommt nun das Nummer 1-Arcade-Beat‘Em‘Up aus Japan – „BlazBlue – Calamity Trigger“. Ob sich ein Kauf auszahlt, lesen Sie in unserem Review.
Wir befinden uns im Jahre 2199. Nach einem Bürgerkrieg und jeder Menge Auseinandersetzungen ist Friede in der Welt eingekehrt. Diese wird von der Libary regiert, bis eines Tages der gefürchtete Verbrecher Ragna, The Bloodedge, die Ruhe zerstört und die Hälfte der Libary-Mitglieder vernichtet. Nun beginnt ein Kampf zwischen Gut und Böse.
Gameplay
Den besten Einblick in die Geschichte hinter „BlazBlue – Calamity Trigger“ erhalten Sie im Storymodus. Ungewöhnlich für das Beat‘Em‘Up-Genre werden die einzelnen Geschichten der 12 Hauptcharaktere sehr detailliert erzählt. Die Story wird auf typisch japanische Art erzählt und ist auf keinen Fall linear. Immer wieder stolpert man über Verbindungen der einzelnen Charaktere. Aus diesem Grund sollten Sie die Story-Sequenzen auch nicht überspringen, da sie das Spiel noch spannender und intensiver machen.
Hin und wieder kann man durch Multiple Choice die nächste Antwort auswählen und dadurch die Geschichte etwas verändern. So interessant die Story auch ist, so könnten die teils langen Dialoge nervig sein für jene Spieler, die einfach nur in diese faszinierende Welt eintauchen wollen. Neben dem Story-Modus können Sie sich auch im Arcade- oder Versus-Modus prügeln. Wem dies alles zu langweilig ist, der kann sich in einem der vielen Onlinekämpfe gegen Gegner aus allen Orten dieser Welt messen.
Grafik und Sound
„BlazBlue – Calamity Trigger“ ist ein 2D-Beat‘Em‘Up der Sonderklasse. Die farbenfrohe Welt wird so wie die Kämpfe in gestochen scharfer HD-Grafik präsentiert. Wirklich jeder Charakter ist einzigartig und unterscheidet sich von anderen Charakteren völlig. Insgesamt gibt es 12 verschiedene Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da gibt es die Katzenfrau Taokaka, den bulligen Iron Tager oder den Formwandler Arakune, der bei jedem seiner Angriffe eine andere Figur ist.
Es wäre ja nicht japanisch, wenn nicht ein Mädchen mit Riesenbrüsten im Spiel vorkommen würde. So wird besonders den männlichen Fans die wegen ihrer großen Oberweite mit netten Spitznamen bezeichnete Litchi Faye-Ling im Gedächtnis bleiben. Diese besticht eigentlich rein durch ihre nicht nur für Japan überdurchschnittliche Körbchengröße.
Der japanische Animestil zieht sich durch das ganze Spiel und sorgt somit für ein Arcade-Hallengefühl. Bei der Sprachausgabe hat man sich zum Glück dafür entschieden, die japanischen Originalstimmen beizubehalten. Deutsche Untertitel helfen all jenen, die der japanischen Sprache nicht mächtig sind.
Die Steuerung des Spiels läuft größtenteils über die vier Buttons des Controllers ab. Drei davon stehen für drei verschieden starke Angriffsarten, der vierte für die so genannten Drive-Angriffe, bei denen spezielle Moves ausgeführt werden. Dafür muss aber erst eine Leiste gefüllt werden. Doch mit Button-Smashing kommt man nicht weit. Denn alle Angriffe können geblockt und gekontert werden. So sollten Sie sich besonders beim wertvollen Drive-Angriff genauestens überlegen, wann Sie ihn einsetzen. Die Steuerung ist vielleicht für alte Hasen in dem Genre keine Schwierigkeit, Einsteiger benötigen jedoch bestimmt die eine oder andere Stunde Einarbeitungszeit. Nicht wirklich hilfreich dabei ist der Trainingsmodus. Hier können zwar alle Angriffe und Kombi der einzelnen Charaktere geübt werden, die taktischen Komponenten wie Blockanzeige oder Schildleiste werden hier aber nicht erklärt.
Der Multiplayermodus bietet zwar Standardkost, funktionierte jedoch in unseren Tests einwandfrei. Das Spiel kann mit jeder Menge Einstellungen gesucht werden und wurde auch schnell gefunden.
Während dem Spiel gab es keine Unterbrechungen oder Verzögerungen, was dem Spielspaß mehr als gut tut. Während man lokal auf 1-on-1-Kämpfe reduziert ist, kann man online insgesamt zu sechst in den Ring steigen. Dabei werden insgesamt drei Konsolen mit je zwei Spielern miteinander verbunden. Auch hier gab es weder Lags noch lange Suchzeiten.
Atmosphäre
Die hochauflösende HD-Grafik, eine farbenfrohe Welt und all dies im japanischen Animestil werden dem ein oder anderem Beat‘Em‘Up-Fan ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Dank der japanischen Sprachausgabe wirkt das Spiel authentisch und kann mit den Klassikern des Genres mithalten.
Mit „BlazBlue – Calamity Trigger“ ist Arc System Works ein wirklicher Überraschungserfolg gelungen. Zwar hätten sich die Fans der „Guilty Gear“-Reihe aus dem selben Haus eine Fortsetzung von ebenjener Reihe gewünscht, „BlazBlue – Calamity Trigger“ füllt die vorgegebenen Fußstapfen jedoch genau so aus, wie es ein Nachfolger von „Guilty Gear“ tun würde.
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