Ähnlich verhält es sich mit den Figuren im Spiel. Die Geschäfte eröffnen zu Beginn in einer stufenweisen Reihenfolge, die erst gestartet wird wenn Sie mit einer bestimmten Person sprechen, da kann schon mal einige Zeit vergehen, bis es möglich ist, Samen oder Ausrüstung nachzukaufen. Mit der Zeit erhalten Sie dann auch den ausschlaggebenden Tipp, wie man die Wal-Insel erreicht, auf der sich der andere große Aspekt des Spiels, neben dem für das Genre klassischen Ernten und Heiraten abspielt – das Erforschen der Dungeons. So arbeiten Sie sich durch die Tiefen, während Sie auf der heimischen Wiese für Ihr Einkommen sorgen. Keine Seite des Gameplays funktioniert auf Dauer ohne die andere, da der Fortschritt auf dem Feld von Ihrem Vorankommen in den Höhlen abhängt und umgekehrt. Und so sind Sie lange und ausgiebig beschäftigt, da „Rune Factory Frontier“ eine Unmenge an Möglichkeiten und Geheimnissen mit sich bringt, wie das Bändigen von Monstern zur Unterstützung im Feld und im Kampf, oder das Nützen der rätselhaften, bunten Runneys. So bizarr die magere Vorgeschichte um Gedächtnisverlust und zufällige Wanderschaft nach Trampoli sein mag, der Tiefgang des Spiels macht dies mehr als wett.Grafik und SoundTrampoli ist wunderschön. Im Wandel der Jahreszeiten ist das Dorf immer stimmig und man fühlt sich in der malerischen Landschaft immer wohl. Zum großen Teil verantwortlich dafür ist die Sounduntermalung, die entspannend wirken kann; zu lange Berieselung wird allerdings manchmal nervtötend. Zwischensequenzen sind außerdem (genauso wie das Menü-Intro) in typisch japanischen Zeichentrickszenen animiert, die meist neue Charaktere vorstellen, was die grobe Handlung vorantreibt.SteuerungAm besten steuern Sie Raguna mit einem Classic Controller à la “Harvest Moon”. Es ist zwar auch ohne möglich, der Controller funktioniert aber (trotz der eigenwilligen Tastenbelegung) besser als die WiiMote-Steuerung. Die Lenkung des Spiels ist gut gemacht, jedoch hat auch sie ihre kleinen Macken, so reagiert sie bereits auf sehr kleine Bewegungen derart, dass man beim Versuch, ein einzelnes Feld zu gießen oder zu ackern, erst die umliegenden Felder zweimal versorgt hat, da das hauchzarte Antippen des Analogsticks schon zu viel des Guten sein kann. Aus diesem Grund lässt es sich auch mit einigen Waffenarten besser gegen die Monster in den Dungeons kämpfen als mit anderen, die beispielsweise besonders viel Präzision verlangen.
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