Motoren heiß laufen lassen und los geht’s! „Scrap Metal“ ist der zweite Titel der im Zuge der House Party auf dem Xbox 360 Arcademarktplatz erschienen ist. Wie sich dieser Funracer spielt, lesen Sie in folgendem Review.
Gleich zu Beginn unseres Reviews möchten wir Ihnen einen Trailer zum Spiel vorstellen.
Intro
Die Motoren sind am Glühen, der Staub fegt über die Motorhauben und die Kontrahenten haben sich an der Startlinie aufgestellt. Ein letzter Blick hinüber zum Gegner, die Ampel wechselt auf Grün. Los geht‘s! Mit einem tosenden Lärm starten die Boliden über die Rennstrecke zu rasen.
Schon beim Starten des Spiels im Hauptmenü dröhnt laute Metal-Musik aus den Lautsprechern. Eines ist klar. „Scrap Metal“ ist kein Spiel für ruhige Gemüter.
Gameplay
Im Story-Modus treten Sie auf Insgesamt acht verschiedenen Rennarealen gegen unterschiedlichste Gegner an. Gas geben alleine wird Ihnen aber nicht ausreichen, um siegreich aus den Rennen hervorzutreten. Denn hier geht es nicht um saubere Überhöl-Manöver und das Finden der Ideallinie. Vielmehr ist es Ihre Aufgabe, die anderen Gegner mit den an Ihrem Auto montierten Waffen zu verschrotten. Die Gegner werden mit höheren Levels stärker, was jedoch nicht zu Ihrem Nachteil sein soll. Denn jedes zum ersten Mal geschrottete Auto wird danach zu Ihrem Schrottplatz geliefert, wo es Ihre Techniker reparieren, um es Ihnen danach sofort zur Verfügung zu stellen.
Mit den besseren Autos werden auch die montierten Waffen auf den Autos stärker. Von Flammenwerfer über Raketenwerfer und Maschinengewehr ist alles dabei, was Ihnen helfen wird, die anderen Autos zu Schrott zu fahren. Haben Sie ein neues Auto erworben, können Sie es in Ihrer Garage platzieren. Dort dürfen Sie es nach Ihren Wünschen pimpen. Nicht nur durch verschiedene Lackdesigns, sondern auch durch lustige Extras können Sie Ihr Auto ganz nach Wunsch individualisieren. Wollten Sie immer schon mal eine Matratze auf dem Autodach transportieren. Kein Problem, in „Scrap Metal“ geht das.
Sind diese Upgrades noch kostenlos, müssen Sie bei den Leistungsupgrades für Ihr Auto bezahlen. Bei jedem Rennen können bis zu 30 Punkte erspielt werden. Diese dienen dazu das Auto in den Kategorien Geschwindigkeit, Grip, Panzerung und Feuerkraft aufzumotzen.
Doch nicht jedes Auto lässt sich bis zum Maximum ausbauen. Besonders bei den ersten Autos der Stufe 1 sind meist nur zwei Aufstufung pro Kategorie möglich.
Entscheiden Sie sich klug, welches Auto Sie fahren wollen, denn die Garage hat nur vier Stellplätze. Wenn Sie Ihr fünftes Auto platzieren wollen, müssen Sie eines der bereits abgestellten wieder verschrotten.
Grafik und Sound
Laut! Das ist wohl die beste Beschreibung für den Sound des Spiels. Die Motorengeräusche der einzelnen Autos unterscheiden sich nicht voneinander. Doch sobald mehrere Autos gleichzeitig losstarten, hört man sowieso nur noch eine laute Mischung aus Motorengeräuschen. Die dazu ausgezeichnet passende Metal-Musik gibt dem Spiel die richtige Stimmung und es kann richtig losgerockt werden.
Weniger toll ist die Grafik, die unscharf wirkt und ziemlich farblos erscheint. Hier erwartet man von einem 1200 MS-Points Titel eindeutig mehr als diese doch eher marode Grafik. Doch der Hauptaugenmerk des Spiels liegt definitiv am Gameplay und weniger an der Grafik.
Steuerung
Zur Auswahl stehen die zwei Steuerungsvarianten „Relativ zum Bildschirm“ und „Fernsteuerung“. Die erstgenannte benötigt zwar etwas Eingewöhnungszeit, ist für Anfänger aber auf jeden Fall einfacher und für den schnellen Einstieg bestimmt besser geeignet. Wer sein Auto wie mit einer Fernsteuerung steuern will, der wählt den zweiten Steuerungstyp. Dieser ist besonders gut geeignet, wenn man ein Lenkrad zum Spielen verwendet oder einen der alten Top-Down gewöhnt ist.
Was wär ein Autorennspiel ohne Multiplayer-Modus? So dachten auch die Entwickler von „Scrap Metal“ und bauten einen tollen Multiplayer-Modus ins Spiel der wohl sogar den Singleplayer-Modus alt aussehen lässt. Bis zu vier Spieler können entweder lokal oder über System-Link gegeneinander antreten. Warum jedoch bei den Offlinerennen auf Splitscreen gespielt wird ist nicht verständlich. Die Übersicht wird dadurch bestimmt nicht verbessert.
Online wird ebenso mit vier Spielern gestartet und zusätzlich wird der Spielspaß noch mit vier CPU-Gegnern verstärkt. So steht man also mit bis zu acht Autos in den Spielmodi Rennen, Wettrennen und König des Hügels in der Arena und muss aufpassen nicht der nächste zu sein der verschrottet wird. Besonders wenn man gegen Freunden in einer gemeinsamen Party spielt, macht der Multiplayer-Modus sehr viel Spaß und etwaige Grafikschwächen fallen gar nicht mehr auf.
Dank des tollen Zusammenspiels von Musik, Soundeffekten und schmutzigen Autos fühlt man sich schon nach wenigen Spielminuten wie auf den Schrottplatz versetzt. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie beginnen regelmäßig Ölflecken auf Ihren Händen zu suchen. Im Multiplayer-Modus verfliegt die Zeit wie im Fluge und die Bestenlisten sorgen für Langzeitmotivation.
Zusammenfassung
Je schmutziger die Autos, desto mehr glänzt „Scrap Metal“. Slick Entertainment ist ein tolles Rennspiel gelungen das mit toller Soundkulisse, lustigen Charakteren in der Story-Mission und jeder Menge Multiplayerspaß aufwartet. Die unscharfe Grafik wird Fans dieses Genres nichts ausmachen und wer kein totaler Grafikjunkie ist, sollte sich den Spielspaß von diesem kleinen Manko nicht verderben lassen.
Das größte Problem des Spiels ist mehr der Preis als die Grafik. 1.200 MS-Points sind eindeutig zu viel. Für richtige Fans auf jeden Fall ein Pflichtkauf, alle anderen sollen warten, bis „Scrap Metal“ in der Deal of the Week Aktion günstiger zu haben ist.
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