Soundtechnisch fällt das Spiel leicht hinter die Grafik zurück, das liegt aber weniger an den Soundeffekten denn vielmehr an dem extrem hohen und anziehenden optischen Niveaus. Nicht alles ist vertont, doch für die lesefreudige Spielgemeinde ist es sowieso kein Thema, ob die Zeilen nun auch vorgelesen werden oder nicht. Was stimmt, ist das Gesamtbild - und genau darauf kommt es auch an!SteuerungAnfangs werden Sie die Menübelegungen leicht überfordern, da Sie im Kampf ständig auf Ihre Karten sehen - und wenn Sie eine Kreatur setzen, erledigt diese ihren Angriff, und Ihr Zug ist vorüber. Das Umschalten zwischen Kartendeck und Spezialmenüs ist zwecks der Umgewöhnung etwas hakelig, die Frage bleibt jedoch, ob es besser lösbar gewesen wäre – beispielsweise durch das kluge Einsetzen des Analogsticks oder ähnlich. Bis auf dieses kleine Manko, welches nach zwei bis drei Spielstunden aber sowieso verflogen ist, spielt sich „The Eye of Judgment: Legends“ wunderbar und wird Ihnen eine Menge Spaß bescheren.Mit Ihrem selbsterstelltem Deck einen menschlichen Mitspieler so richtig vorzuführen, ist wohl Sinn und Zweck jedes Kartenspiels - so auch bei diesem Spiel. Testen Sie in aller Ruhe Ihre schmutzigsten taktischen Tricks und zeigen Sie, ob Sie Ihrem Spielpartner geistig ebenbürtig sind oder diesen sogar übertreffen: Was Sie auch wollen, mit diesem Titel macht es doppelt Spaß, wenn zwei Menschen beteiligt sind.AtmosphäreDie einzigartige Abstimmung von Grafik und Sound lässt Sie binnen Minuten in die Welt der Elemente abtauchen, sofern Sie sich nicht am Marvel-ähnlichen Aufbau stören. Sind Sie ein Fan dieser Aufmachung, dann gibt es keine Ausrede, um diesen Titel nicht zumindest mit einem Blick zu bedenken! Es sei denn, Kartenspiele sind absolut nicht Ihr Ding und Taktik würden Sie eher mit überlegtem Nachladen gleichsetzen - das würde gerade noch zählen. Doch ansonsten macht dieses Game absolut nichts falsch, ist für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet - lassen Sie sich verzaubern und einfangen!
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