Ein weiteres Mal bedroht die Dunkle Brut die Mensch-, Elf- und Zwergenheit. In „Dragon Age: Origins – Awakening“ wartet ein neues, spannendes Abenteuer in der Welt Ferelden darauf, erlebt zu werden. Wir haben uns den dunklen Horden gestellt und präsentieren hier unser Review.
Bevor es richtig zur Sache geht, möchten wir Ihnen den offiziellen Trailer zum Add-On vorstellen.
Am Ende der Handlung des Hauptprogramms wird Alistair zum König ernannt. Das Add-On „Awakening“ setzt am Ende dieses Handlungsstrangs an und führt diesen weiter. Obwohl es sicherlich einmal eine nette Erfahrung währe, in einem Rollenspiel als König des Landes herumspazieren zu dürfen, gehört der junge Mann nicht mehr zu Ihrem Team.
Stattdessen übernehmen Sie zu Beginn des Spiels die Steuerung über den neuen Kommandanten der Grauen Wächter, Gerod (der Name kann geändert werden). Im Intro bekommen Sie in groben Zügen erklärt, dass der Erzdämon zwar besiegt sei, aber die dunkle Brut nicht einfach verschwand. Die dunklen Truppen bevorzugten es sich in entlegenere Gebiete zurückzuziehen und dort die Bevölkerung mit Angriffen in den Wahnsinn zu treiben.
Mit der Führerin und gleichzeitigen Rekrutin Mhairi bildet Gerod das Anfangsteam. Als Sie nach einer beschwerlichen Reise endlich in Virgils Wacht, einer Festung unweit der Stadt Amaranthine, ankommen, um Ihr Amt anzutreten, erwartet Sie eine unschöne Überraschung. Dunkle Brut hat die Truppen der Festung überwältigt und beinahe alle getötet. SO heißt es gleich am Anfang „Auf in den Kampf!“
Einer der ersten Feinde ist ein Oger, der Mal so mir nichts dir nichts zum Aufwärmen niedergerungen wird. Dies ist möglich, weil Sie noch vor dem Abenteuer jede Menge Fähigkeitspunkte verbrauchen dürfen, schließlich würde es nicht viel Sinn machen, einen Frischling in den Kampf zu führen. Das bedeutet auch, dass „Awakening“ schon zu Beginn viel Action bietet.
Da es bei den Grauen Wächtern ständig an Personal mangelt, nimmt dieser Punkt ebenfalls früh im Spiel eine wichtige Rolle ein. Der erste rekrutierbare Charakter ist ein abtrünniger Zauberer namens Anders, der behauptet, in Begleitung einiger Templer in der Burg gewesen zu sein. Vorerst beschließen wir also dem Mann Geleit zu gewähren – man weiß ja nie, was einen erwartet.
Ein schwer verwundeter Soldat erzählt unserer kleinen Schar an Kämpfern wenig später, dass eines der feindlichen Monster sprechen könne und weiter hinten in der Burg zu finden sei. Und tatsächlich, wenige Kämpfe später kommen wir gerade rechtzeitig, um mitzuerleben, wie besagter Fiesling einen einfachen Wachmann vom Wehrgang in den Tod stürzt und dabei irgendetwas von einem Plan erzählt.
Ohne lange um den heißen Brei herum zu reden, gehen wir in die Offensive und mischen die anwesenden Kreaturen ordentlich auf. Danach ist die Festung endlich von den hässlichen Biestern befreit und das Aufnahmeritual für erwählte Personen kann erfolgen. Erwählte Personen? Richtig, denn abgesehen von der jungen Dame, die bis jetzt an unserer Seite kämpfte, bleibt dem Spieler die Wahl, ob er die Charaktere aufnimmt oder nicht.
Dies war auch schon im Hauptprogramm ein wesentlicher Bestandteil des Spiels und sorgt für einen hohen Wiederspielwert. In unserem Fall entschieden wir uns, einen Kampflustigen und schlagfertigen Zwerg mitzunehmen. Dieser versteht sich aber nicht sonderlich gut mit dem abtrünnigen Zauberer Anders, der, wie sich herausstellt, einigen Dreck am Stecken hat. Eingesperrt auf Lebenszeit.
Noch besser gestaltet sich das Gespräch mit einem mysteriösen Insassen des Festungskerkers. Er ist niemand Geringerer als der Sprössling von Lord Howe. Weil wir nicht nachtragend sind, bieten wir dem Burschen an, sich uns anzuschließen. Dieser erwidert daraufhin, dass er lieber hängen würde, als sich den Wächtern anzuschließen. Gesagt, getan …
Nun gilt es, den übrig gebliebenen Bösewichtern im gesamten Land den Rest zu geben, doch machen bereits merkwürdige Gerüchte über Risse im Gelände die Runde. Was dahinter steckt, erfahren Sie am besten selbst.
Neuheiten
„Dragon Age: Origins – Awakening“ bietet nicht nur eine neue Geschichte, sondern auch neue Fähigkeiten, zum Beispiel kann nun die Herstellung von Runen erlernt werden oder die Fähigkeit Klarheit genutzt werden, die dem Charakter einen Bonus auf Mana oder Ausdauer gewährt. Neue Monster und Orte gibt es natürlich ebenso zu sehen.
Grafik und Sound
Wie schon das Hauptprogramm sieht auch „Dragon Age: Origins – Awakening“ sehr hübsch aus. Besonders die Stadt Amaranthine hat mich beeindruckt. Kleine Häuschen, die angrenzend an die Stadtmauer errichtet wurden und aus deren Kaminen Rauchwolken aufsteigen, Händler, die Ihre Waren anpreisen und natürlich einiges an Fußvolk hauchen der Ortschaft einen gewissen Charme ein. Um diese idyllische Stimmung wieder ein wenig aufzuwiegen, ist wieder jede Menge Blut mit von der Partie.
Das gesamte Soundbild wird Ihnen sehr vertraut vorkommen, da musikalisch auf den gleichen Stil gesetzt wurde und auch die Sprecher beibehalten wurden. Kritik kann hier kaum, aber doch angebracht werden. Der von Ihnen erstellte Charakter kann nämlich wieder nicht sprechen, was der sonst großartigen Atmosphäre ein wenig schadet.
Steuerung
Die Tastenkonfiguration wurde von „Dragon Age: Origins“ übernommen. Das Kreismenü, die Schnelltasten und auch die Kampftaktik-Slots bieten Spielern einiges an Bedienkomfort. Leider wieder etwas versteckt zu finden, ist die „Ausrüstung wechseln“-Funktion, mit der Sie zwischen zwei zuvor festgelegten Bewaffnungen wechseln können.
Atmosphäre
Die Bedrohung durch die Dunkle Brut scheint nach wie vor real und die neue Story macht mindestens so viel Laune wie die des Hauptprogramms. Rollenspielfreunde dürfen Tränke, Gifte und Fallen herstellen und die verschiedenen Orte genießen. Ebenfalls wieder ein äußerst unterhaltsamer Punkt sind die Zankereien zwischen den Mitgliedern Ihrer Truppe, wenn sich diese nicht sonderlich gut riechen können.
„ Dragon Age: Origins – Awakening“ schlägt im Geschichtsbuch aus Ferelden ein neues Kapitel auf. Eine Geschichte, die es wert ist, erlebt zu werden und eine großartige Atmosphäre, sowie natürlich die Freiheit über andere zu richten, lassen das „Dragon Age“-Feeling noch einmal hochleben.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!