Durch kleine Tricks schaffen es die Entwickler Rapture grafisch einwandfrei darzustellen. Nur wer genau hinsieht, erkennt die kleinen Schwächen. Schön sieht es zum Beispiel aus, wenn Sie durch herabrinnendes Wasser laufen und die Perlen über das Glas an Ihrem Helm nach unten rinnen. Wer allerdings stehen bleibt und dem Wasser entgegensieht, wird merken, dass es sich um eine vorgefertigte Animation handelt und dass, nachdem diese abgespielt wurde, das Wasser quasi durch Sie hindurch rinnt ohne Sie zu berühren – stört aber nicht weiter.
Musikalisch werden Sie, wenn denn gerade Musik zu hören ist, von swingenden Klängen begleitet. Die deutschen Synchronstimmen sind, sofern die Rollen im ersten „BioShock“ vorkamen, dieselben geblieben. Ihr Alter Ego kann aber leider nicht sprechen. Die Audiotagebücher, durch die Ihnen die Geschehnisse während Ihrem Schlaf näher gebracht werden und hin und wieder traurige Schicksale einzelner Personen preisgeben, sind ebenfalls von hoher Qualität.
Einige Neuerungen und eine tolle Geschichte machen „BioShock 2“ zu einem mehr als ebenbürtigen Nachfolger. Schade, dass es nur wenige Szenen gibt, die wirklich unter Wasser spielen, den durch diese wird dem Spieler erst richtig bewusst, dass er einen Big Daddy verkörpert. Der Multiplayer-Modus macht jede Menge Laune und besticht vor allem durch die Sammelwut, sowie den „diesen-Rang-schaffe-ich-noch-Faktor“. Shooter-Herz, was willst du mehr?