Erstes Story-Flugziel ist die Omega-Raumstation. Ein Wissenschaftler und der ominöse Archangel sollen fürs Team gewonnen werden. Auf der Station angekommen werden Sie mit den Feinheiten der Spielmechanik richtig vertraut gemacht. Fordern Sie in Gesprächen mit Nachdruck Informationen ein, eine Waffe kann da ganz schön überzeugend wirken, oder gehen Sie es auf die ruhige, kommunikative Art an. Es liegt völlig in Ihrer Hand. Und jede Ihrer Aktionen wirkt sich auf die weitere Stellung ihrer Person in der Welt aus. Sie können es sich also leicht mit anderen Gruppierungen verscherzen oder mächtige Verbündete finden.
Kino unter Freunden
Wie bereits in der Preview erwähnt, bedarf es bei „Mass Effect 2“ nicht allzu vieler Worte, um die technischen Aspekte zu beschreiben. BioWare hat noch einmal ein Schäuflein drauf gelegt und bringt vor allem in den Gesprächen eine Authentizität auf den Bildschirm, die so noch nicht da war. Die Figuren zeigen echte Emotionen und sind im Gesicht mit so viel Details versehen, das es einfach eine Freude ist. Um diese Elemente auch richtig zu betonen, sind die Dialogsequenzen in echter Filmmanier gestaltet. Schuss-Gegenschuss-Aufnahmen mit Close-Ups auf die Gesichter suggerieren Authentizität. Selbst die Blickrichtung der Protagonisten stimmt immer mit deren Standpunkten überein.
Was die Sprachausgabe betrifft, haben sich nur an sehr wenigen Stellen kleine Mängel eingeschlichen. So wie auch bei der Gestik hat man es an manchen Stellen mit der Emotion ein wenig übertrieben. Das passt dann einfach nicht mit dem Inhalt des Gesprächs zusammen. Ansonsten kann aber nur noch einmal betont werden, dass vor allem diese Gesprächssituationen wie interaktive Filme wirken.
Steuerung
An der Steuerung wurden im Vergleich zum ersten Teil nur marginale Veränderungen vorgenommen. Das Deckungssystem funktioniert einwandfrei. Per Tastendruck duckt sich Shepard hinter Kisten, Zäunen und dergleichen oder geht hinter einer Mauer in Deckung, um dann seitlich hervorzulugen. Einzig das Überqueren solcher Hindernisse ist mitunter mühsam, da Sie zuerst in Deckung gehen müssen, bevor Shepard es überwinden kann. Für den doch gesteigerten Actionpart wäre dann eine Sprungfunktion sehr von Vorteil gewesen. Dasselbe gilt für eine Zielfunktion. Geht es nämlich einmal wirklich schnell zur Sache, sollten Sie nur aus der Deckung feuern und jeden Gegner einzeln ins Visier nehmen, überstürztes ins Getümmel stürzen wird nur selten belohnt. Taktik ist gefragt.