Sie werden sich sofort in die Geschichte hineinversetzt fühlen. Warum hat diese Organisation Shepard wieder ins Leben geholt? Da muss irgendetwas dahinter stecken. Auch deren Chef, der mysteriöse „Illusive Man“, ist ein ziemlich undurchsichtiger Kerl. Und wo ist das ganze ehemalige Team verstreut? Alles Fragen, die sich gleich zu Beginn stellen und auf die wir eine Antwort wollen. BioWare versteht es wirklich, seine Rollenspiele mit wahnsinnig spannenden Storys zu versehen.
Das war bereits in Teil 1 so, zeigt sich bei „Dragon Age“ - und kommt auch bei „Mass Effect 2“ wieder voll zur Geltung. Was beide Teile von „Mass Effect“ und den zweiten ganz besonders aber auszeichnen, ist diese absolut tolle Inszenierung. Zum Beispiel spricht der Charakter nicht nur nach, was Sie bei Gesprächen anklicken. Obwohl Sie nur kurze Antwortmöglichkeiten auswählen, entwickelt Shepard ein ganzes, flüssiges Gespräch daraus. Das macht die Zwischensequenzen zu echten, interaktiven kleinen Filmen.
Was soll man dazu noch sagen? Obwohl die Latte sehr hoch lag, ist BioWare nicht daran gescheitert. Der zweite Teil hält, was bereits der erste versprochen hat: Rollenspiel-Kunst auf höchstem Niveau. Die Charakterentwicklung, die interaktive Welt, die stets neu auf Sie reagiert - genau so soll ein Rollenspiel anno 2010 aussehen. Zudem Action-Elemente, die den Esprit der Handlung auch in die Tat umsetzen, ohne dass der Spielfluss durch Rundenkämpfe verloren geht.