Driven - Spielinformation
Driven
Vertrieb:
UbisoftWebsite:
www.ubisoft.de/bv/games/driven...| Platform: | Entwickler: | Releasedatum: | Genre: |
|---|---|---|---|
| GC | bam! Entertainment | 07.05.2002 | Sport |
Das Spiel "Driven" wurde schon vor längerer Zeit auf der PlayStation 2 von bam! veröffentlicht - und einer der Hauptkritikpunkte war hier die Steuerung der Boliden. übersensible Autos und unmotivierte Crashs machten hier einen Großteil der Arbeit von Designern und Sound-Ingenieuren wieder zunichte. Dies ist nun zum Glück halbwegs ausgemerzt worden und "Driven" für den GameCube ist bei weitem keine 1:1-Umsetzung des Flops auf der PS2, sondern ein wesentlich besseres Spiel als vor der dringend notwendigen Generalüberholung.
Zunächst zur Story
Sie steuern in diesem Rennspiel zwei unterschiedliche Figuren mit unterschiedlichen Motiven. Zunächst wäre da
Jimmy Bly
, ein 21-jähriger Heißsporn von "Team Spirit“. Er hat die ersten fünf Rennen der Meisterschaft bereits gewonnen und möchte sich einen guten Namen im Geschäft machen. Da er aber in letzter Zeit immer schlechter wurde, muss er sich zusammenreißen, um nicht rauszufliegen. Im Film wird er von Kip Pardue gespielt.
Joe Tanto
, der berühmte Silvester Stallone im Film, hingegen ist mit seinen 37 Jahren bereits fast am Ende seiner Karriere und versucht nun Jimmy aufzubauen, damit dieser seine Nachfolge als bester Fahrer antreten kann. Durch Joe's Alkoholprobleme und einen schrecklichen Unfall ist er nämlich wesentlich unsicherer geworden und will es sich nur noch einmal beweisen, dass er noch immer Rennen gewinnen und schöne Triumpfe feiern kann.
Wenn Sie den Film-Modus wählen, werden Sie zuallererst mit der grundsätzlichen Steuerung des Renners bekanntgemacht und müssen hierbei verschiedene
Trainingsaufgaben
erledigen. Im weiteren Verlauf des Spiels gibt es dann noch
Teamblockaden
zu bestehen. Bei diesen Blockaden kommt es nicht darauf an, wer zuerst über die Ziellinie rauscht, sondern Ihre Hauptaufgabe besteht darin, möglichst schnell zu ihrem Team-Kollegen aufzuschließen, um ihn dann vor den aggressiven Vorstößen der Gegner zu schützen.
Weiter geht es dann mit der
Stadtverfolgung
, bei der Sie auf herkömmlichen Straßen Ihre Teamkollegen einholen müssen. Wie im richtigen Leben gibt es auch hier Gegenverkehr, wodurch Sie höllisch aufpassen müssen, um nicht vorzeitig aufgeben zu müssen. Last, but not least gibt es noch die eigentlichen
Rennen
, bei denen Sie gegen den gesamten Fahrerpulk antreten und gewinnen müssen um weiterzukommen. Hierbei ist ein intensives Studium der Kurse und die exakte Steuerung unerlässlich, da das Spiel wirklich ziemlich schwer ist.
Um Erster zu werden, sollten Sie auch noch die Kurse bezwingen ohne viel an den Banden anzufahren, denn nur so kommen Sie in den Genuss in der so genannten "Zone“ zu fahren. Hierbei steuert sich das Auto leichter und ihre Geschwindigkeit wird auch höher. Leider liegt aber gerade hier das größte Manko an der Umsetzung: Während die "Zone“ bei der PS2-Version wirklich ein Genuss war, da hier die Musik leiser wurde und der Rand des Bildschirms total verschwamm, gibt es bei der GameCube-Version nur einen leichten Filter an den Rändern, der das Gefühl in Trance zu fahren wesentlich abschwächt.
Sollten Sie dann bei den
Arcade
-Herausforderungen oder
Film
-Modi gewinnen, schalten sich dadurch neue Autos und Strecken frei - ansonsten sind keine Bonus-Optionen vorhanden. Es macht aber trotzdem Spaß, gute Leistungen zu erbringen, um wirklich alles freischalten zu können.
Wie gut ist nun die Steuerung wirklich?
Während die Boliden in der PS2-Version beinahe unkontrollierbar waren, ist dieses Manko nun beinahe vollständig behoben worden. Das Auto fährt sich tatsächlich sehr gut, ohne jedoch jemals an die Genauigkeit oder den Realismus eines "F1 2002" heranzukommen. Da "Driven" jedoch auch mehr ein Arcade-Renner ist, kann man dies verschmerzen. Nicht übersehen kann man jedoch die teilweise recht merkwürdigen Dreher, welche Sie manchmal auch bei perfekter Fahrt ereilen. In der "Zone" ist das Auto wie auf Schienen unterwegs und diese werden nur unterbrochen, wenn plötzlich ein Auto vor Ihnen auftaucht und Sie an den Gegner anfahren. Da die gegnerischen Boliden wie an einer Schnur entlang fahren - also so gut wie keine K.I. vorhanden ist -, versuchen diese zum Glück jedoch nicht, Sie absichtlich aufzuhalten. Das überholen stellt somit auch nicht wirklich ein großes Problem dar.
Der Mehrspieler-Modus
Ein Rennspiel - ein Mehrspieler-Modus: In diesem steuert jeder der bis zu vier Piloten einen Boliden eines beliebigen Teams und einer der Spieler muss mindestens Dritter werden, um neue Strecken freizuschalten. Dies macht den Modus ziemlich kooperativ, da Sie nicht ohne Rücksicht auf den menschlichen Gegner fahren sollten, damit nicht beide Kontrahenten ausfallen und sie dann gar nichts von dem Rennen haben.
Sehr außergewöhnliche Grafik
"Driven" folgt nicht den herkömmlichen Wegen von fotorealistischen Strecken, sondern hat einen eigenen Grafik-Stil. In diesem wurde eher der Cartoon-Stil bevorzugt, der das Spiel wie einen Comic wirken lässt. Sie haben dadurch zwar nicht immer das Gefühl, wirklich im Renner zu sitzen, jedoch gibt dies dem Spiel seine Eigenheit, welche wirklich nicht schlecht aussieht. Auch die Geschwindigkeit kommt sehr gut über den Bildschirm, was nicht allen Rennspielen gelingt. Besonders auf den Straßen sieht es toll aus, wenn Sie mit ihrem F1-Wagen fahren und Ihnen Busse und normale Autos entgegen kommen. Hier wurde der Geist des Films gut in das Spiel übertragen.
Der Sound passt nicht ganz zum Spiel
Die Effekte der Autos klingen recht gut, sind jedoch zu leise und zu sanft ausgefallen um wirklich zu begeistern. Auch die Hintergrundmusik ist nicht schlecht. Jedoch passt diese eher in ein Spiel wie "Wipeout" als in einen Formel 1-Titel. Wer sich jedoch damit anfreunden kann, den wird die Musik sicher gefallen und will Sie wahrscheinlich nur selten missen.
Zusammenfassung
"Driven" kann wohl ohne Zweifel als das "etwas andere" Rennspiel betrachtet werden. Während bei den meisten anderen Spielen die Story nur Zweck zum Spiel ist, fügt sich der Film-Modus hier nahtlos in das Geschehen ein. Auch der Grafikstil kann durchaus als außergewöhnlich bezeichnet werden - ebenso wie die "Zone". Sieht man von diesen Feinheiten jedoch ab, bleibt das Spiel ein überdurchschnittlicher, aber nicht toller Racer. Freunde des Realismus werden keine Freude haben, aber für Spieler die einfach nur schnell ein paar Runden fahren wollen, ist dies sicher das bessere Rennspiel, als die meisten ultragenauen Rennspiele. Alles in allem wird "Driven" - genauso wie der Film - seine Freunde finden und ist diesem wirklich um Längen - beziehungsweise Runden - überlegen.
PROS von Driven
- Außergewöhn-liches Rennspiel
- Guter Story-Modus
- Nette Grafik
CONS von Driven
- Sehr hoher Schwierigkeitsgrad
- Schwierige Steuerung
- Fehlende K.I. der Gegner
Noch weniger als 1 Bewertungen.
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