„Academy of Champions: Fußball“ ruft Spieler auf den Rasen zum Anpfiff. Ob Sie sich mit diesem Spiel ein Eigentor schießen oder ob es andere Titel vom Platz fegt, erfahren Sie in unserem Review.
Schlüpfen Sie in die Rolle des neuesten Studenten der Lichtenfeld-Akademie, der bekanntesten Schule für angehende Fußballprofis. Nicht umsonst ist Lichtenfeld das Ziel eines jeden Fans des runden Leders, hat doch niemand Geringeres als der Weltfußballer des 20. Jahrhunderts, der legendäre Pelé, den Direktorenposten inne. Außerdem studiert und unterrichtet die zweimalige Fußballweltmeisterin Mia Hamm an der Akademie. Dieser ganze Ruhm zieht natürlich Rivalen an, diesmal in Form der Konkurrenz-Hochschule Knochenmoor, deren Leiter auch ein Auge auf Sie als talentierten Nachwuchskicker geworfen hat. Während Pelé seinen Schützlingen den Wert des Sports als Fairplay und Ehre näherbringt, geht es dem Knochenmoor-Leiter Van Trappe nur ums Gewinnen.
Gameplay
Über das Hauptmenü kommen Sie zu den diversen Funktionen des Spiels: Sie können an der Kampagne, in der Sie Ihre viersemestrige Akademie-Karriere durchlaufen, weiterspielen, in der Kabine an Ihrer Mannschaft Einstellungen vornehmen, über Minispiele Ihren Charakter verbessern, oder ein schnelles Spiel zwischen zwei der vielen Teams aus dem Repertoire der beiden rivalisierenden Schulen veranstalten. In der Singleplayer-Kampagne kicken Sie sich durch den Stundenplan der Fußballschüler mit Training, Scouting, Equipment kaufen und natürlich Matches, die man allerdings nicht zwingend gewinnen muss; auch Verlierer, die gut gespielt haben, werden mit Münzen und Erfahrungspunkten belohnt. Jeden fünften Tag gibt es allerdings eine Partie, aus der Sie als Sieger hervorgehen müssen, um die Story voranzutreiben – sollten Sie verlieren, heißt es die Trainingseinheiten aus den Tagen davor nochmals zu absolvieren. Alle Verbesserungen Ihres Teams und die erworbenen Gegenstände bleiben Ihnen allerdings erhalten, wem also der Zeitverlust egal ist, profitiert eigentlich davon.
Die Grafik ist im Comic-Stil gehalten und ist sehr nett anzusehen. Sie spiegelt den familienfreundlichen Zugang von „Academy of Champions: Fußball“ wider, läuft aber nicht zur Hochform dessen, was die Wii grafisch zu leisten vermag, auf. Der Sound ist während den Matches auf die Spielgeräusche und Effekte beschränkt – stört damit aber auch nicht – und wird in den Menüs zur angenehmen Hintergrundmusik.
Steuerung
Die Steuerung nützt beinahe alles, was die Wii an Peripherie zu bieten hat: Je nachdem, wie einfach oder fein getuned Sie zu steuern in der Lage sein wollen, können Sie mit quer gehaltener Wiimote oder mit angeschlossenem Nunchuck spielen; etwas mehr Freiheit gibt Ihnen Nintendo’s neue Wii Motion Plus-Erweiterung, die es Ihnen ermöglicht, durch die Neigung der Fernbedienung z.B. auch einmal den Torhüter zu überheben. Mit mehr Erweiterungen werden einige Aspekte der Steuerung – wie das Zielen - aber auch schwieriger. Es stehen damit jüngeren sowie älteren Spielern Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung, die Ihrem jeweiligen Geschick entsprechen.
Auch das Wii Balance Board wird unterstützt, wenn auch nur für das Freistil-Jonglier-Minispiel.
Der Multiplayer besteht aus der Möglichkeit, dass im „Schnellen Spiel“ ein zweiter Spieler die Rolle der gegnerischen Mannschaft übernehmen kann. Hier übertrifft „Academy of Champions: Fußball“ die Erwartungen derart, dass man nicht eine eins-zu-eins-Umsetzung der Spielweise aus der Kampagne im Splitscreen hat, sondern der Bildschirm ungeteilt bleibt und beiden Spielern eine gemeinsame seitliche Ansicht bietet, die so für bestmögliche Übersicht sorgt.
Bei der Lichtenfeld-Akademie wird man das Gefühl nicht los als hätte Ubisoft bei Harry Potter abgekupfert: der auserwählte, hochtalentierte Student der sagenumwobenen Schule – das ist schon mal dagewesen, aber nichtsdestotrotz fiebert man mit, und fühlt sich in die Lage versetzt, nicht nur das Turnier am Ende eines jeden Semesters, sondern auch die nicht verpflichtenden Trainingsspiele unbedingt gewinnen zu wollen.
Ein nettes Extra sind die Gastauftritte anderer Ubisoft-Franchises, wie den Rabbids, Altair aus "Assasin’s Creed", dem "Prince of Persia", Sam Fisher aus "Splinter Cell" und anderen, die Ihnen in Minispielen und auf dem Platz gegenüberstehen.
Zusammenfassung
„Academy of Champions: Fußball“ ist ein Sportspiel mit leichten Rollenspiel-Elementen für Jung und Alt. Durch die verschiedenen spielbaren Charaktere findet sich jeder schnell sein Dream-Team. Ein Tipp für alle Freunde des Sports, die weniger auf der Suche nach Hyperrealismus als nach Fun mit netter Story sind.
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