Tower Defense - the next
level? Lesen Sie unser Review zum
PSN-Genre-Mix! Recht beliebt und schon lange nicht mehr nur etwas für Zwischendurch - sogenannte Tower Defense Games, also Verteidigungsspiele in denen es vor allem darum geht, den anstürmenden Feind vom Vorrücken auf eigenes Gebiet abzuhalten. Eine Art Sub-Genre also, mit nicht ganz so großem Echtzeit-Strategie-Anspruch. Das will "
Comet Crash" aber ändern, und sich somit aus dem bereits recht gut bestückten Playstation Newtork hervorheben.
Im Höllentempo durch die GalaxieWie der Titel schon vermuten lässt, spielt sich "
Comet Crash" auf insgesamt vier verschiedenen Kometen ab, wo wiederrum bis zu vier Parteien um die Vorherrschaft kämpfen. Die 28
Levels haben es in sich. Türme zu bauen ist zu wenig, um sich den entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Sie müssen Kampfeinheiten am Boden und in der Luft in die Schlacht schicken, und mit dem überlebenswichtigen Rohstoff Thorium dafür sorgen, dass es nicht an Nachschub mangelt. Auch der erforderliche Gebäudebau, sowie das Upgraden der Turmverteidigungen und noch so einiges mehr, muss damit bezahlt werden. Zusätzlichen Spielspaß sollen abwechselnde Puzzle-Elemente liefern, durch die der Feind beispielsweise an der Durchführung bestimmter Operationen gehindert werden soll und Sie sich mehr Zeit oder einen anderen Vorteil dadurch verschaffen. Ansonsten setzen die Entwickler auf Altbewährtes, und möchten so Fans des Genres, aber auch Strategieliebhaber anpsrechen. Auf jeden Fall gefällt der Ansatz sehr gut. Der erste Eindruck macht Lust auf mehr und verspricht doch etwas Abwechslung im Defense-Einerlei.
Versuchter Genre-MixEigentlich ist es ja gar kein echter Mixversuch, denn strategisch geht es ja auch bei reinen Tower Defense-Titeln zu. "
Comet Crash" will aber mehr bieten ... Eindeutiger unterschied zu herkömmlichen Genrevertretern ist das erhöhte Micromanagment. Mittels der einfachen Steuerung geht dies zwar recht gut von der Hand, das Spielprinzip wird damit aber verändert. Ständig muss darauf geachtet werden, dass der Nachschub an Truppen garantiert ist. Gleichzeit aber darf der Gegner nicht aus den Augen gelassen werden. Somit artet jede Partie in ein Wettrüsten aus. Negativ wirkt sich das aus, wenn man sich durch gezieltes Aufrüsten in kürzester Zeit einen Vorteil verschafft, und mit seiner Übermacht den Gegenspieler überrennt. Klassisches Rushen also, wie man es eben von Echtzeit-Strategie her kennt. Trotzdem sollte die eigene Verteidigung nicht aus den Augen gelassen werden, denn die
Levels sind so angelegt, dass ein Spieler es kaum schafft, größere Offensiven immer auf Distanz zu halten. Die kleineren Aufgaben, die Zwischendurch gestellt werden, lockern den Ablauf zwar etwas auf, tragen aber ansonsten nicht viel zum Spiel selbst bei. Es gibt zwar einen recht interessante
Koop- und einen Battle-Modus, in dem einerseits mit drei Kollegen gegeneinander, beziehungsweise im Team miteinander gespielt werden kann, aber außer dem Leaderbords ist Online nicht viel zu sehen. An nd für sich ist der Mix gelungen, mit dem Effekt, dass das Tower-Defense-Prinzip dabei etwas ins Hintertreffen gerät. Eine Tatsache, die nicht jedem Anhänger gefallen wird. Komet abgestürzt Kometen müssen nicht immer schön sein, wie man aus einschlägigen Hollywoodfilmen und auch aus dem echten Leben vielleicht weiß. Das sollte aber kein Grund sein, bei der grafischen Umsetzung zu sparen. Und da ist "
Comet Crash" nicht gerade das Vorzeigebeispiel im PlayStation Network Store. Die tristen
Levels sind zwar variantenreich, liefern aber recht wenig für das verspielte Auge. Genaue Konturen und detaillierte Texturen sucht der Betrachter vergeblich. Irgendwie wirkt die Umsetzung altbacken, etwas zu farblos, und leider stellt auch die Akustik ähnlich geringe Ansprüche an das System. Letzteres kann zumindest durch eigene Musik auf der PS3 halbwegs ausgeglichen werden. Das muss besser gehen! Low-Budget hin oder her, mehr Liebe zum Detail und bessere Optik hat sich auch ein Download-Titel verdient.