Ob nun Egoshooter, Schleichaction oder imperialistische Materialschlachten, trotz unübersehbaren Abnutzungserscheinungen ist der zweite Weltkrieg eines der beliebtesten Szenarios für Actionspiele jeglicher Art. „Il 2 Sturmovik-Birds of Prey“ ist da keine Ausnahme, eine Flugsimulation, die ähnlich wie beim bekannten Vorgänger den Spieler in den Kampf gegen die deutsche Wehrmacht wirft. Doch kann das Spiel dem ausgelutschten Weltkriegsszenario mehr abgewinnen als die uninspirierte Konkurrenz oder handelt es sich erneut um einen „Shooter“ von der Stange?!
1940, die deutsche Wehrmacht überrollt den europäischen Kontinent im Alleingang. Frankreich und Polen haben gegen diese gewaltige Macht nichts entgegenzusetzen. Erst Großbritannien weiß, dank des Vorteils einer Insel und der erstklassigen Flugabwehr, sich gegen Hitlers Bomberarmee zu wehren. Dabei handelt es sich auch um die erste Kampagne von „Il 2 Sturmovik: Birds of Prey“. Sie übernehmen die Rolle eines jungen, aufstrebenden englischen Piloten und lernen die Grundlagen des „Flieger-Einmaleins“ kennen. Im späteren Verlauf verlagert sich das Geschehen Richtung Stalingrad und führt zu weiteren Luftgefechten wie die Invasion von Sizilien, der Kessel von Korsun, die Ardennen Offensive und der finalen Schlacht in Berlin. Dabei wird bei jeder Kampagne ein weiteres Fliegerschicksal aufgegriffen.
Inszeniert mit Original-Material und authentischen Tagebucheinträgen, weiß die Rahmenhandlung rund um heldenhafte Piloten aus verschiedensten Regionen souverän zu überzeugen. Auch wenn es schlussendlich nicht ganz gelingt die Schrecken des Krieges gekonnt zu reflektieren, ist es erfreulich, dass jede einzelne Kampagne genug Persönlichkeit für aufbrausende Emotionen und packende Luftgefechte aufbringt.
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