Die Metroid-Geschichte beginnt schon 1986 mit dem Nintendo Nes. Wie sich die Spiele bis zur „Metroid Prime Trilogie“ behauptet haben, lesen Sie in unserem Review ...
Die Geschichte der Metroids
Bereits 1986 erschien auf dem Nintendo Nes ein Spiel, das wegweisend für kommende Sidescroller-Plattformer werden sollte. In „Metroid“ waren Sie auf dem Planeten SR388 unterwegs, wo eine bis dahin unbekannte Lebensform auf dem Namen „Metroid“ getauft wird. Da die Weltraumpiraten dies entführen, liegt es an der Kopfgeldjägerin Samus, diese aufzuhalten.
„Metroid II“ wiederum erschien 1991 auf dem Game Boy. Hier beschließt die Galaktische Föderation, Samus auszusenden, um die Gefahr, welche von den Weltraumpiraten ausgeht, zu eliminieren. Also vernichtet Samus alle Metroids bis auf eine Larve, die unsere Heldin als Mutter anerkennt und deshalb verschont wird.
Als Samus die Metroid-Larve in „Super Metroid“ auf dem Super Nintendo 1994 an das Ceres-Weltraumlabor übergibt, greift Ridley an, um diese auf die wiederaufgebaute Basis der Weltraumpiraten zu verschleppen. Hier vernichtet Samus alle geklonten Metroids und auch den Planeten,, wobei die letzte Larve das Leben der Heldin rettet, indem sie sich opfert.
Das folgende „Metroid Fusion“ ließ bis 2002 auf dem Game Boy Advance auf sich warten. Hier kollabiert das Ökosystem des Planeten SR388 aufgrund der Vernichtung der Metroids. Samus wird auf den Planeten geschickt, um eine Explosion zu untersuchen. Doch auf der Expedition wird Sie von den X-Viren befallen und stirbt beinahe daran.
Bis heute ist Samus Aran aus Metroid ein ausgesprochen beliebter (und in der Zero-Suit sehr ansehnlicher) Charakter. Dies führte natürlich dazu, dass die Heldin auch etwa in „Super Smash Bros“ ein Comeback als Prügelspieler startete und hier durch ihre Fernangriffe auch sehr gut austeilen kann.
Im Jahr 20X5 (nach kosmischer Zeitrechnung) wird ein Forschungsschiff der Galaktischen Föderation auf seinem Heimweg zur Basis von Weltraumpiraten angegriffen. Während die Besatzung ausgelöscht wird, fallen den Piraten auch noch mehrere Exemplare einer unbekannten Spezies in die Hände. Also wird die Kopfgeldjägerin „Samus Aran“ darauf angesetzt, die Raumschiffbasis zu entern und verlorengegangenen Wesen wieder zurückzuerobern.
Samus infiltriert zwar die Basis und kann auch entkommen, jedoch gelingt es nicht, alle Weltraumpiraten zu eliminieren. Auf Rache sinnend, teilt sich die Gruppe der Überlebenden. Ein paar Piraten sollen die Basis wiederherstellen, während die anderen auf der Jagd nach Samus sind. Doch einiges läuft schief, wodurch die Kopfgeldjägerin auf einem entlegenen Planeten landet und auch die Piraten hier auf die Jagd gehen.
Doch glücklicherweise befindet sich Samus natürlich in Ihrer Hand, wodurch die ersten paar Drohnen und Gegner mehr als Tutorial zu bezeichnen sind. Nach ein paar Spielminuten verlieren Sie jedoch fast Ihre gesamte Kampfausrüstung, welche wieder eingesammelt werden will, da etliche Rätsel nur mit der richtigen Waffe gelöst werden können.
Grundsätzlich ist „Metroid Prime“ als Rätsel-Shooter zu sehen, wobei der Action-Teil doch einen relativ großen Anteil einnimmt. Durch die verbesserte Steuerung auf der Wii sowie die ein wenig besseren Texturen und durch die höhere Auflösung sieht das Spiel besser aus als noch auf der Gamecube, wenngleich natürlich nicht absolut top.
Der zweite Teil mit dem Namen „Metroid Prime 2: Echoes“ wiederum führt Sie noch tiefer in die Materie. Vor vielen Äonen ließ sich nämlich die weise, friedfertige Spezies der Luminoth auf dem Planeten Aether nieder. Auch wenn zunächst ein Zeitalter des Friedens anbrechen sollte, so wurde die Lebensenergie des Planeten mit der Zeit komplett ausgeschöpft.
Doch die Luminoth erbauten an drei Orten des Planeten Energieregulatoren, wodurch eine Katastrophe verhindert werden konnte. Eines Tages traf ein Meteor die Oberfläche Aethers, wobei durch die Wucht des Einschlags ein Riss in eine parallele Existenz erschaffen wurde, eine Welt die man den Dunklen Aether nannte.
Hier befand sich auch eine dunkle Rasse mit dem Namen „Ing“. Diese Angreifer wollten auch die helle Seite des Aether beherrschen, wodurch sie einfach in die Kreaturen des Lichts schlüpften und somit deren Körper in Besitz nahmen. Hier kommt auch wieder „Samus Aran“ ins Spiel. Sie ist zwar auf der Jagd nach weiteren Weltraumpiraten, allerdings kommt ihr der Anruf der Föderation dazwischen, wodurch Sie auf dem Planeten Aether landet um dort nach dem Rechten zu sehen.
Sobald Sie hier wieder einmal in die Gestalt von Samus schlüpfen, stellen sich schon einige „Ing“ in die Quere, die vernichtet werden sollten. Dann geht es schon los in die Parallelwelt um hier (auch wieder einmal ) unzählige Rätsel zu lösen und einen Gegner nach dem anderen zu erledigen. Noch mehr als in „Metroid Prime“ steht hier die Action im Vordergrund.
Auch wurde die Wiimote-Erkennung sinnvoll eingesetzt, wodurch Sie eigentlich sofort ins Spiel kommen und die „Ing“ sowie deren Drohnen nach Belieben zerstören. Generell steht jedoch die Suche nach den Artefakten sowie Ihrer Ausrüstung an, die nicht nur bei den Kämpfen, sondern auch bei den Rätseln entsprechend wichtig erscheint.
Den letzten (und besten) Teil der Trilogie stellt der dritte Auftritt dar. In „Metroid Prime 3: Corruption“ sind sechs Monate seit den Ereignissen auf Aether vergangen, wobei eine ernst zu nehmende Gefahr die Galaktische Föderation bedroht. Das Computernetzwerk, das aus organischen Supercomputern besteht, wird plötzlich von einem Virus befallen.
Zwar wird das Netzwerk sofort außer Betrieb gesetzt, doch es stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dem Virenangriff keineswegs um einen Einzelfall handelt. Denn vor vier Monaten wurde das Föderationsschiff „Valhalla“ von Weltraumpiraten angegriffen und gilt seither als verschwunden. An Bord befand sich die Einheit 313, die als Ursprung des Virus identifiziert wird.
Unter Einberufung mehrerer Kopfgeldjäger soll das Flaggschiff der Piraten erobert werden. Auch Samus Aran ist darunter. Doch seit dem Aether-Ereignis scheint eine dunkle Samus auf dem Weg zu sein, um den Piraten zu helfen. Diese sinnt auf Rache an Samus, da die dunkle Samus auf dem Planeten Aether eine herbe Niederlage einstecken musste.
Bereits das dritte Mal steuern Sie als Samus Aran, um die Galaktische Föderation zu beschützen und die Welt zu retten. Da Sie es diesmal gleich von Beginn an mit Ihrer dunklen Seite zu tun bekommen, wirkt auch der neueste Metroid-Ableger deutlich düsterer als der erste Teil. Ebenfalls wieder einmal müssen Sie hier ohne starke Rüstung beginnen.
Auch in „Corruption“ wird Action groß geschrieben, während der Rätsel-Faktor zunehmend in den Hintergrund gelangt. Dies ist allerdings nicht schlecht, da es wirklich sehr viel Laune macht, mit der scheinbar unbezwingbaren Samus alles abzuschießen, was sich bewegt. Suchen und Sammeln nimmt jedoch auch wieder einen großen Teil des Spiels ein.
Die generelle Steuerung der Kopfgeldjägerin unterscheidet sich in den einzelnen Teilen kaum, wodurch Sie, sobald ein Titel gespielt wurde, auch bei den anderen sofort klar kommen. Mit dem Nunchuk bewegen Sie Samus, wobei der C-Knopf dazu dient, um Samus in einen Morphball zu verwandeln.
Die Wiimote wiederum dient zum Zielen, Springen, Schießen, Auswählen, etc. Echte Einsteiger erfahren jedoch glücklicherweise im Tutorial, wie all dies genau funktioniert. Denn dass Ihnen die Steuerung in Fleisch und Blut übergeht, wird besonders in der zweiten Hälfte der jeweiligen Kapitel überlebenswichtig.
Auch grafisch sehr gut
Grafisch macht die „Metroid Prime Trilogie“ mit jedem Teil einen kleinen Sprung nach vorne, um in „Corruption“ in Top-Grafik sowie Atmosphäre zu gipfeln. Dahingehend kann den Entwicklern nur Lob ausgesprochen werden, da die Leistungsfähigkeit der Konsole sicher nicht zu den besten gehört, die momentan als „Next-Gen“ im Handel sind.
Vom Sound her war Metroid auch immer schon in der Oberklasse angesiedelt. Besonders mit einem Surround-System hören Sie aus allen Ecken und Enden die Schüsse sowie sich verbiegende Rohre und Hintergrundgeräusche. Am besten die Anlage voll aufdrehen, um nichts zu verpassen.
Generell empfinde ich es als tolle Leistung und vor allem als Kundenfreundlichkeit von Nintendo, nicht jeden Teil einzeln wieder als „New Play Control“ zu veröffentlichen, sondern alle drei Teile der tollen Trilogie rund um Samus Aran auf einmal in den Handel zu bringen. Jeder, der nur einen Teil oder gar keinen besitzt, sollte unbedingt zuschlagen, da es sich wirklich lohnt.
Denn nicht nur die Steuerung wurde verbessert und an die Wiimote angepasst. Auch die Grafik ist durch den 480p Standard um einiges hübscher, manche Passagen wurden leicht verändert und das freischaltbare Bonusmaterial absolut sehenswert. Wer bereits alle drei Teile besitzt, sollte es sich trotzdem überlegen, ob dies einen Neukauf rechtfertigt.
Uns hat das Spiel jedoch (wieder einmal) begeistert. Da es auf der Wii sowieso nur sehr wenige (gute) Shooter gibt, führt für Fans dieses Genres sowieso kein Weg an der „Metroid Prime Trilogie“ vorbei. Bessere Action findet sich aber auch auf anderen Konsolen nur sehr schwer. Auch die Verpackung sieht sehr schön aus, was vielleicht auch nicht unerwähnt bleiben sollte.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!