Ob „The Pitt“, der DLC zum Rollenspielhit „Fallout 3“ begeistert, oder reine Zeitverschwendung ist, erfahren Sie in unserem Review.
Riesige Fabrikanlagen, überall verrostetes Metall. Schornsteine, aus denen unentwegt tiefschwarze Rauchsäulen quellen, welche den Himmel verdunkeln. Ein industrieller Moloch, der nicht nur mit Brennstoff sondern auch mit unzähligen Leben am Laufen gehalten wird. Nein, werte Leser, dies wird keine Exkursion in das England des 18. Jahrhunderts zur Zeiten der Industrialisierung, sondern ins postnukleare Pittsburgh, kurz The Pitt genannt.
Gameplay
Gerade noch spaziert man durch das Ödland der Hauptstadt, plättet Supermutanten und Riesenskorpione, erreicht Sie ein Funkspruch eines gewissen Wernher. Natürlich gehen Sie diesem mysteriösen Signal nach und erfahren, dass oben genannter ein entlaufener Sklave ist. Dieser bittet Sie, in der Raiderstadt The Pitt für Recht und Ordnung zu sorgen. Natürlich können wir dem Häuflein Elend diese Bitte nicht verwehren und machen uns sogleich auf den Weg in Richtung neues Abenteuer.
Obwohl das ehemalige Pittsburgh nicht direkt von den Atombomben getroffen wurde, hat man dort mit den Folgen des atomaren Konfliktes zu kämpfen, da eine große Menge von Strahlung durch Flüsse in die Stadt befördert wurde. Wie Sie sich vorstellen können, ist es nicht gerade gesund, von diesem Wasser zu trinken, doch stehen den meisten Bewohnern meist wenig Alternativen zur Verfügung. Dieses nicht gerade erquickende Nass ist darüber hinaus dafür verantwortlich, das sich viele Bewohner der Stadt in sogenannte Trogs verwandeln, die, wie Sie bereits vermuten, eine neue Gegnerklasse darstellen.
Dass man nicht einfach so in eine Stadt, die von alles andere als pazifistisch eingestellten Raidern beherrscht wird, marschieren kann erklärt sich von selbst, und so lassen Sie ihre Ausrüstung zurück und starten ohne liebgewonnene Dinge wie Powerrüstung oder Plasmagewehr. Eigentlich eine sehr gute Idee, die nicht nur in Punkto Atmosphäre wohl überlegt scheint. Auch wird es ein wenig kniffeliger, den neuen DLC durchzuspielen, da man sich erst wieder aufs Neue mit lokalen Waffen eindecken muss.
Wenn man nach und nach in die Story von „The Pitt“ eintaucht merkt man allerdings rasch, dass nicht alles schwarz und weiß ist, die Grenzen zwischen gut und böse sehr verschwommen sind. Dieser DLC ist wieder sehr viel mehr rollenspiellastig und rückt somit wieder näher an die Stärken des Hauptspieles heran, als es der DLC „Operation Anchorage“ tat.
„The Pitt“ präsentiert sich in gewohnter „Fallout“-Qualität. Die Stimmung ist, wie man bereits vermutet, sehr industrial gehalten, Verschmutzung, düsteres Licht, riesige Fabrikanlagen und hohe Schornsteine: Da hat Bethesda ganz und gar nicht gepatzt. Auch der Sound wurde dem Setting entsprechend gestaltet und dient als zusätzlicher Katalysator für die Stimmung.
„The Pitt“ ist ein durchaus gelungenes Addon: Gute Atmosphäre, eine spannende Story und natürlich neue Perks und Trophäen werden Sie nicht enttäuschen. Leider gibt es nicht nur Sonnenschein (besonders nicht in Pittsburgh). Sobald ein Held Level 20 erreicht hat, gibt es kaum mehr einen Gegner, der ihm gefährlich werden könnte, und daran ändert sich auch wenig, wenn Sie quasi mit nichts als Lumpen am Leib in das neue Abenteuer aufbrechen. Dies ist der Motivation nicht gerade zuträglich, wird allerdings von der fesselnden Geschichte rund um die Industriestadt kompensiert. Ich persönlich war mit „The Pitt“ eigentlich sehr zufrieden und kann ihn getrost an alle empfehlen, die wieder einmal Lust haben, sich ein wenig im „Fallout“-Universum zu bewegen.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!