Stellen Sie sich vor: Wie in einem Albtraum sind Sie an Ihr Bett gefesselt, werden durch dunkle Korridore geschoben und sehen in den Gängen nicht nur schrecklich blutige Szenen, sondern auch allerlei böse Gestalten wie Zombies und große Blutegel. Dann verschwimmt Ihr Blick und als Sie wieder aus dem Tiefschlaf erwachen, finden Sie sich in einem einsamen Zimmer der "Anstalt" wieder, in der irgendwas nicht zu stimmen scheint. Überall liegen Leichen herum, Blut klebt an den Wänden und Sie wissen nicht, wie oder warum Sie hierher gekommen sind.
Was sich nach einem schlechten Witz anhört ist für unseren namenlosen Protagonisten in diesem NDS-Shooter für Erwachsene (!) blutige Realität. Nachdem Sie Ihr Zimmer verlassen haben, finden Sie bald ein Notizbuch, das Sie für Ihre eigenen Aufzeichnungen verwenden können, aber auch eine Taschenlampe, die realistisch mit ihrem Kegel die Umgebung ausleuchtet. Wenn Sie neben Notizen des Personals und Insassen dann auch noch eine der Gebäudepläne finden, können Sie sich ansehen, wo Sie gerade im Stockwerk stehen und wie Ihre unglaubliche Reise weitergehen könnte. Hier wird übrigens auch verzeichnet, welche Türen offen und welche geschlossen sind.Rätselhaltiger HorrorWährend Sie von Ihrem Puls, unheilvoller Musik und angsteinflößenden Durchsagen auf Trab gehalten werden, dürfen Sie nicht nur Untote, Larven, kreischende Flugwesen und Metzger-Monster (der erste Endgegner – "Diablo" und der beliebte Butcher lassen grüßen) beseitigen, sondern auch allerlei Rätsel lösen: Dabei geht es meist um Codes oder Symbolfolgen, aber auch um Schlüssel und Objekte, die gefunden werden wollen. Wenn Sie durch die doch recht linearen Kapitel und Abschnitte des menschenleeren Spitals eilen, werden Sie immer wieder mit (für den NDS auf alle Fälle) toll inszenierten Zwischensequenzen und Kamerafahrten belohnt.
Wenn Sie sich an einem schönen Sommertag mit Ohrstöpsel in die Welt von "Dementium" versetzen und im Dunkeln nach dem Geheimnis Ihrer Identität suchen, kann das spannend sein: Sie sehen von Haus aus ohne Taschenlampe immer nur einige Meter weit, dahinter ist Dunkelheit (was auch der Performance gut tut). Ihre Waffen (Schrotflinte, Pistole, anfangs Schlagstock etc.) sind allesamt so zu gebrauchen, dass Sie nur diese und eben keine Taschenlame mehr halten können – so wirken Soundeffekte und Schreckmomente noch besser. Kleiner Bug: Per Fadenkreuz, das sich beim Anvisieren eines Feinds rot verfärbt, lassen sich auch im Dunkeln Gegner finden.Zwei Spielstände lassen sich bei dem 18+-Spiel anlegen, wobei sich die spielbezogenen Optionen stark in Grenzen halten: Sie dürfen gerade einmal die Helligkeit verändern, einen anderen Schwierigkeitsgrad gibt es nicht. Betreten Sie einen neuen Abschnitt, so wird ein Checkpoint erstellt – Sie können aber immer auch zurückgehen, um verpasste Rätsel zu lösen oder sich besser auszurüsten. Apropos Laden: Wenn Sie durch eine Tür gehen, müssen Sie kurze Ladezeiten in Kauf nehmen – aber nicht weiter schlimm …
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