Grafisch ist der Titel wohl weniger opulent ausgestattet als manche Genre-Kollegen, dafür gibt’s hier massig Spaß. Das Geschehen am Feld wird jedoch in visueller Hinsicht solide umgesetzt und erregt somit keinen Unmut. Der Sound wird Sie schnurstracks in die Atmosphäre des Stadions hineinziehen. Besonders die beiden Kommentatoren Jim und Bob haben immer die eine oder andere Anekdote auf Lager: So werden Sie Geschichten wie „Früher war Blood Bowl ein Sport für echte Kerle, da sind auch schon mal Knochen gebrochen“ zu hören bekommen, während Ihre halbe Mannschaft gerade Bekanntschaft mir dem Rasen geschlossen hat. Ja, Jim und Bob, man kann die beiden nur mögen!
Anfänglich hat mich „Blood Bowl“ weniger begeistert, doch als ich ein wenig Zeit in den Titel investierte und den einen oder anderen Kniff gelernt habe, kann ich zusammenfassend sagen, dass ich diesen Titel mag. Ich weiß nicht, wie oft mein Tochdown von einem Zufallsereignis vermasselt wurde, wie oft meine Blocker von so richtig schweren Kalibern wie Waldelfen in Grund und Boden gestampft wurden - und eigentlich ist das Spiel ja nicht richtig fair! Doch was soll's? Es ist schließlich „Blood Bowl“ und bei diesem Spiel kann alles passieren, außerdem entschädigt der Humor für einiges an Ungerechtigkeit am Spielfeld. Besonders gespannt bin ich, wie sich der Titel online entwickeln wird, denn das Potenzial, eine große Fangemeinde um sich zu scharen, hat der Titel allemal.