Rag Doll Kung Fu - Fists of Plastic PS3
Plattform: PS3
Genre: Action
Release: 09.04.2009
Vertrieb: Valve Corporation
Entwickler: Tarsier Studios
Webseite: Visit
USK-Einstufung: ![]()
Rag Doll Kung Fu - Fists of Plastic
von Michael Promok (freier Mitarbeiter) 03.06.2009
Bereits 2005 hat „Rag Doll Kung Fu“ aufhorchen lassen, und eine recht zahlreiche Fangemeinde um sich geschart. Die Neuauflage soll an den Erfolg von damals anschließen, und PlayStation 3-Besitzern ein etwas anderes Partyspiel und Unterhaltung für Zwischendurch liefern. Beat’em-Up mal etwas anders, näheres erfahren Sie in den nächsten Minuten.
GummipuppenprügeleiIn unserem Preview haben wir bereits einen kurzen Einblick in die leicht abgedrehte Welt des Spiels gegeben. Falls Sie dieses, was höchst unwahrscheinlich scheint, doch versäumt haben, hier nochmals das Wichtigste:
„Rag Doll Kung Fu: Fist of Plastic“ präsentiert sich auf der PS 3 so, wie es der Name bereits vermuten lässt. Schräg und bunt – Rag-Doll-Style eben. Bei der Zusammenstellung des Spielcharakters, kann auf den üblichen Kung Fu Kleiderschrank bzw. dessen Inhalt zurückgegriffen werden. Von Kopfbedeckung oder Maske, über Oberteil bis hin zu Hose und Schuhen, ist das Sortiment anfangs zwar noch recht übersichtlich, mit fortlaufender Spieldauer werden aber immer mehr Items freigeschalten. Unter der Leitung eures Kung Fu Meisters gilt es dann im neuen Outfit erst die hohe Kunst des Kampfes zu erlernen. Im Trainingslevel werden einzelne Angriffsmoves bis hin zu krachenden Combos und natürlich der Umgang mit Waffen, wie beispielsweise dem Kampfstock, erlernt. Darüber hinaus weiht Sie Ihr Mentor in die Geheimnisse der Meditation ein, die dem Kämpfer die nötige Chi-Power verleiht, um sich gegen seinen Feind zu behaupten und um besondere Moves ausführen zu können. So nebenbei werden natürlich auch die rag-doll-typischen Bewegungen vermittelt, die das eigentliche Spielgefühl ausmachen. Leider ist der Einzelspieler-Part nach Training und acht Disziplinen bereits vorbei, und für spaßige Mehrspielerpartien bleibt nur das direkte Duell gegen bis zu drei Freunden, denn der Onlinemodus fehlt. Schade, denn an witzigen Spielmodi wie King of the Hill oder Capture the Fish würde es nicht fehlen.
Vor allem für Zwischendurch wäre der Onlinemodus wichtig gewesen, denn ansonsten ist der Umfang von „Rag Doll Kung Fu: Fist of Plastic“ nicht gerade groß. Spass kommt trotzdem auf, zumindest wenn man nach dem Einzelspieler-Part nicht alleine zu hause ist.
Auch Plastik kann weh tunEs ist ganz schön was los, wenn die Rag Doll’s mit ihren kleinen Plastikfäustchen um sich schlagen. Dann auch noch über den Schirm zu turnen, verlangt einiges an Fingertechnik.
Aber keine Sorge, die Steuerung ist umfangreich aber erfreulich simpel ausgefallen. Mitunter kann es aber auch zu recht hektischem Herumgeklopfe auf dem Pad ausarten, vor allem wenn es gegen drei Mitspieler zur Sache geht. Vorher sollte also gut geübt werden, will man gegen echte Gegner nicht alt aussehen. Die Angriffspalette reicht von einfachen Standard-Combos bis hin zu ausgefallenen Chi-Techniken wie Kugelblitze oder sonstige Spielereien. Um seine Energie zwischendurch aufzuladen, muss der Möchtegern-Kung-Fu-Zius schon zu Meditation greifen, bei der ihm, wie auch in anderen Situationen im Spiel, die Sixaxis-Steuerung des Kontrollers dient. Alles andere am Gamepad, wie Buttons oder auch Sticks, kommen ebenfalls zum Einsatz. Übung ist also gefragt, egal ob für die Einzelspieler-Levels oder im Mehrspieler-Modus. Ansonsten gibt es, außer dem bereits mageren Umfang und der damit etwas fehlenden Abwechslung, nicht viel zu meckern.
Gewöhnungsbedürftig, zumindest was die marionettenartige Steuerung und das Turnen quer über den Bildschirm angeht. Trotzdem kommt auch schon nach kurzer Zeit Spielspass auf, und Zwischendurch-Fun auf der Party sollte auch für Ungeübte drin sein.

