Nachdem man in der Kampagne ein nettes Video-Intro gesehen hat, geht das typische Aufbaustrategiespiel los. Rohstoffe sammeln, Bauen, Volk zufriedenstellen. Eigentlich das gleich suchterzeugende Konzept wie bei „Anno“ oder „Siedler“. So wird man halt von Mission zu Mission geführt. Was gut gefällt ist, dass in der Kampagne eine zusammenhängende Geschichte erzählt wird und einem nicht eine Mission nach der anderen lieblos, ohne Zusammenhang, serviert wird.
Steuerung
Die Steuerung ist schon wie das Gameplay, „The same as usual“, wobei das im Falle „Grand Ages: Rome“ nicht negativ gemeint ist. Denn wie soll man ein Aufbaustrategiespiel sinnvoller und praktischer steuern als mit der Maus. Das funktioniert in „Grand Ages: Rome“ eigentlich sehr gut. Das einzige was man bei der Steuerung wirklich negativ anmerken muss, ist das Einstellen der Kamera. Denn da gibt es eigentlich nur die Einstellungen „Mikroskop“, „Lupe“, „Immer noch zu Nah“ und „Bin ich noch auf der Erde?“
Leider gibt es kein vernünftiges Mittelmaß, bei dem man einen schönen Überblick über sein Reich hat und trotzdem noch genügend Details erkennen kann, um gut spielen zu können. Drum bleibt einem nichts anderes über, als ständig zwischen den zwei größten Zoomstufen hin- und herzuschalten.
Grafik und Sound
Die Grafik ist – obwohl sie im Strategiegenre bis jetzt eher nebensächlich war – sehr gut gelungen. „Grand Ages: Rome“ verwendet dabei aber nicht eine kindlich wirkende Comicgrafik, sondern lässt die ganze Spielwelt wie ein großes Gemälde erstrahlen. Der Look, insbesondere die Botanik, erinnert irgendwie an Postkartenmalereien. Das einzige das, wie ich finde, zu bekritteln wäre, ist die Kamera. Aber über diese Problematik habe ich oben schon berichtet.
Der Sound hingegen ist echt spitze. Die ausführliche Vertonung des Textes, sowohl das Tutorial, als auch die Story in der Kampagne verdient großes Lob.