Alone in the Dark 4 - The New Nightmare - Spielinformation
Alone in the Dark 4 - The New Nightmare
Vertrieb:
InfogramesWebsite:
www.aloneinthedark.com| Platform: | Entwickler: | Releasedatum: | Genre: |
|---|---|---|---|
| PC | Darkworks | 06.12.2001 | Action-Adventure |
Der Background
Wer Edward Carnby kennt, hat es nicht leicht: Schon in den Vorgängern hatten sich Freunde von ihm in die unmöglichsten Fälle verstrickt und sind nach plötzlicher Abreise nie wieder aufgetaucht. So nun auch Charles Fiske, bester Kumpel und Kollege unseres Helden. Tatort ist diesmal - wie sollte es auch anders sein? - ein riesiges Landhaus auf einer abgelegenen Insel, welche auf den schönen Namen "Shadow Island" hört. Nach ausführlichen Recherchen stellt sich schließlich heraus, dass die dort ansässige Familie Morton schon seit jeher mit okkulten Indianer-Ritualen herumexperimentiert.
Um Licht in die ganze Angelegenheit zu bringen, macht sich Geister-Schnüffler Carnby natürlich sofort auf den Weg auf das kleine Eiland - im Gepäck die junge Universitätsdozentin Aline Cedrac mit Faible für alte Indianermythen. Schon auf dem langen Flug stellt sich heraus, dass die eifrige junge Dame nicht nur zum Entziffern von Schriften mitgekommen ist. Vielmehr spielen bei ihr persönliche Motive eine große Rolle. Doch bevor es zur Aussprache kommt, wird das Flugzeug von einer unbekannten Macht manipuliert und zum Absturz gebracht.
Carnby und seine Kollegin können aber glücklicherweise rechtzeitig per Fallschirm auf der Insel landen. Während Aline mit viel Glück auf dem Dach des Anwesens landet, verschlägt es den männlichen Pendant einige Hundert Meter weiter in die Wildnis ...
Soviel gibt es zur Einleitung. Nun liegt es am Spieler, sich wahlweise für die Rolle des charismatischen Edward Carnby oder eben für Aline Cedrac zu entscheiden. De facto ergibt das zwei recht unterschiedliche Lösungswege, was die Spielzeit verdoppelt. Ab und zu treffen beide Protagonisten aufeinander, tauschen Erfahrung oder gefundene Gegenstände aus, erzählen von wichtigen Geschehnissen oder geben wertvolle Tipps.
Dass der Spielablauf nun deutlich actionbetonter ist als bei den drei Vorgängern, merkt man spätestens nach Eindringen in das Landhaus: Schlürfende Zombies, Höllenhunde und zahlreich herumliegende Gliedmassen sorgen für Splatter-Atmosphäre. Subtile Gruselszenen wie beispielsweise der Walzer der Untoten im ersten Teil weichen Schockeffekten, wie zerspringenden Fenstern oder berstenden Türen.
"Resident Evil" meets "Alone in the Dark"
Sporadisch eingestreute Render-Sequenzen und die konsolentypische Menüführung vervollständigen schließlich den Eindruck, eher einen "Resident Evil"-Klon als ein "Alone in the Dark"-Sequel zu spielen. Dass man dann aber auch noch das Speichersystem von den Konsolen-Klassikern übernommen hat, ist schon recht nervend: Spielstände können nämlich nur per aufgesammelten Speicheramuletten festgehalten werden. Mal abgesehen davon, stehen nur vier (!) Speicherslots zur Verfügung.
Na, wenigstens hält sich der Schwierigkeitsgrad in Grenzen: Das Niveau der Rätsel kommt selten über das typische Schema "Finde Objekt A und kombiniere mit Objekt B, um Ort C zu öffnen" hinaus. Größtenteils sind essentielle Tipps in den Tagebüchern oder sonstigen Notizen relativ leicht zu finden. Apropos "Finden": Die unterschiedlichsten Waffen, von der Shotgun bis hin zum Plasmagewehr, sind über die ganze Anlage verstreut. Munition ist im ausreichenden Maße versteckt - selten gibt es einen Engpass beim Nachladen.
Die Grafik
Leider erreicht die grafische Präsentation bestenfalls guten Durchschnitt. Dass gerenderte Standbilder als Hintergrund nicht mehr sein müssen, bewies man ja bereits mit dem eindrucksvollen "Devil Inside" - übrigens ebenfalls ein Titel von den "Alone in the Dark"-Machern -, und sogar das um einiges ältere "Nocturne" mitsamt den "Blair Witch"-Ablegern hat technisch um einiges mehr zu bieten. Denn in Echtzeit berechnete Schatten und Regeneffekte sind angesichts der Konkurrenz heutzutage doch etwas wenig. Und: Der Umstand, dass die Protagonisten in den In-Game-Cutscenes beim Reden nicht einmal den Mund aufmachen, ist sowieso unverständlich.
Der Sound
Geräuschkulisse und Soundeffekte passen zum sonstigen Niveau: Zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber durchwegs ausreichend. Lediglich die eintönige und eigenartige Musik mag manchen Spieler frustrieren. Ein Glück also, dass die Lautstärke für Effekte und Musik separat regelbar ist.
Die Steuerung
Was gibt es zur Steuerung zu sagen? Carnby und Co. lassen sich zwar genretypisch bequem per Richtungstasten bewegen - Gegner werden automatisch anvisiert. Das Ganze geht am PC auch prima per Joypad. Warum das In-Game-Menü aber derart unkomfortabel ausgefallen ist, bleibt mir ein Rätsel: Auf der Konsole mag das ja okay sein, aber was hat aus auf dem PC verloren? Wo bleibt da zum Beispiel die Maussteuerung?
Zusammenfassung
"The New Nightmare" hat fast nichts mehr mit den Vorgängern gemein. Vielmehr gingen die Entwickler nach dem Konsolen-Trend und setzten auf rohe Splatter-Effekte und Monstermassen denn auf subtile Gruselszenen und rätsellastige Einlagen. Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch: Es ist klar, dass man über technischen Mängel nicht hinwegsehen kann. Warum mir das Spiel aber trotzdem Spass gemacht hat und mich bis zum Ende bei der Stange gehalten hat, liegt am doch recht spannenden Aufbau, der gut erzählten Geschichte und dem "Resident Evil"-ähnlichen Flair. Wer mit Letzterem nichts anfangen kann, wird aber auch hier auf keinen grünen Zweig kommen. Außerdem sei erwähnt, dass es selbst am PC mit dem wesentlich umfangreicheren "Nocturne" und dem in jeder Hinsicht besseren "Devil Inside" gute und mittlerweile vor allem auch preiswerte Alternativen gibt ...
PROS von Alone in the Dark 4 - The New Nightmare
- Kurzweilige Horror-Unterhaltung
- Zwei Charaktere wählbar
- Unterschiedliche Lösungswege
- Gut erzählte Hintergrundstory
CONS von Alone in the Dark 4 - The New Nightmare
- Keine Mausunterstützung
- Altbackene Grafik
- Nerviges Speichersystem
- Relativ kurz
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Minimale Systemvoraussetzungen
Prozessor: 0MHz, Arbeitsspeicher: 64MB, Festplatte: 400MB
Empfohlene Hardware
Prozessor: 0MHz, Arbeitsspeicher: 128MB, Festplatte: 400MB
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