Die weiteren Effekte, mit denen Sie das Spiel konfrontiert, kennt man aus dem ersten Teil bzw. aus den Filmen der japanischen „Ringu“-Reihe. Verstörende, schwer nachvollziehbare Bilder und Geräusche, mit denen man erst nach Erhalt gewisser Informationen etwas anfangen kann. Teilweise etwas abgedreht und im Großen und Ganzen angenehm gruselnd.
Zurück zu Waffe und Feind. Im Arsenal tut sich wenig, neben Standardgewehren, die allesamt gut zu bedienen sind, findet man einen gemurksten Laser, der viel zu schwach ist und eine Energiewaffe, deren himmelblaues Geschoss alles Lebende im Umkreis seiner Flugbahn verdampfen lässt, sehr geil! Mit jedem dieser Dinge kann man die Widersacher wunderbar aufreiben. Neben den gleichbewaffneten Soldaten gibt es aber noch andere, schlimmere Feinde. Nahezu unsichtbare Assassinen werden erst nach einem Treffer sichtbar und können wieselflink quer durch die Levels kriechen und springen.
Halbmutierte Humanoide, die sich in Zimmerecken an die Decke klemmen und Sie von dort aus anspringen, und die Puppenmeister, die Tote wieder auferstehen lassen können und selbst geschätzte fünf Kilogramm Projektilmaterial brauchen, um endlich dahinzusiechen. Die Feinde sehen wirklich gut aus und die Animationen sind immer wieder ein Genuss in Ausführung und Variation. Am besten wird dies durch die „Zeitlupe“ genannte Funktion deutlich, in der Sie dank gesteigerter Reflexe schneller als der Feind werden und so ganze Gegnergruppen in einer Blitzaktion vernichten.
Außerdem sehen die Einschläge in den Leibern sowie der damit verbundene Rückschlag spektakulär aus. Gepaart mit einer sehr blutigen Darstellung gibt das für manche einen sehr zufriedenstellenden Kampfpart, für andere ein Trauma. Richtig blutig wird’s aber erst, wenn man in eines der Fahrzeuge steigen darf. Beginnend mit dem Turmgeschütz unseres Transporters, das wirklich extremen Durchschlag aufweist, dürfen Sie später in einen Mech (gepanzertes, bewaffnetes Exoskelett) einsteigen und sämtlich Gegner mit nicht endenden Garben zerreißen. Äußerst blutig, äußerst brutal.