Wohl aber erzählen wir Ihnen von den erwähnten Mängeln. Zuerst sollte man sagen, dass „F2“ ein besonderes Leveldesign bietet. Ähnlich einer verschnörkelten Wasserpfeife zieht sich Ihr Weg mal durch dünne, schlangenartige Passagen, dann kommen Sie in etwas größere, vielleicht sogar verzweigte Bereiche und ganz selten bietet sich Ihnen ein relativ breites Schlachtfeld. Das Verhältnis fällt klar zugunsten der Schlange aus und so kommen wir zum nächsten Punkt ...GameplayIm ersten Teil sorgte die großartige Feind-KI für Furore unter den Redakteuren, denn damals war es für Bildschirmgegner eine Revolution, wenn sie vor einer Granate davonlaufen konnten. Auch sonst stellten sich die Burschen recht geschickt an, flankierten, suchten Deckung und schossen zielgenau. All das tun Sie immer noch, manchmal aber etwas ungeschickt. So verstecken sich manche auf der falschen Seite eines Tischs, nämlich auf unserer und so laufen andere auf Ihre Granate zu, um sich hinzuhocken, anstatt das Weite zu suchen.
Die neue Fähigkeit, die auch Sie besitzen, Gegenstände in eine passable Deckung zu Verwandeln ist an sich ganz nett. Aber wer ein leeres Büroregal als Schutz vor sich schiebt ist ein armes Würstchen. All diese Fehler sind aber verzeihbar, freut man sich doch über jeden Gratisabschuss bei der vorgelegten Menge an Feinden.
Beinahe schon erahnbar ist das plötzliche Erscheinen unzähliger Gegner, die an bestimmten Punkten auftauchen und für Druck sorgen. Ebenso der Wechsel zwischen Kampf- und Horrorsequenz ist fühlbar. An gewissen Punkten sorgen verzerrte Geräusche, veränderte Farbwahrnehmung und vor allem das erscheinen von Geistern und „Alma“, wie das kleine Mädchen von vorhin genannt wird, für Grusel, was aber nach Ablauf der Sequenz in schneller Klarstellung aller Ansichten mündet. So merkt man genau wann „Alma“ geht und die Söldner kommen.
Horrorabschnitte sind meist untermalt vom Herzschlag des Spielers. Tatsächlich pocht das Herz von Sgt. Becket schneller, wenn ihm Geister nachstellen, zuweilen stellt man auch eine beschleunigte Atmung fest. Leider waren das alle Anzeichen von Leben, die Ihr Alter-Ego von sich gibt. Der generelle Umstand, dass er von ständigen Visionen geplagt immer wieder vor einer Meute abscheulichster Kreaturen steht, scheint ihn nicht weiter zu stören. Auch die Teamkameraden wirken alle etwas abwesend und so fällt Sympathie für die Helden der Geschichte aus.
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