Ihr Geld können Sie jederzeit in ein neues Auto stecken oder aber in die Aufrüstung ihres aktuellen Vehikels. Leider muss man, um sich bei all den unzähligen Tuningoptionen auszukennen, mindestens Automechaniker sein, für den Ottonormalverbraucher bleiben die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten ein Mysterium.
Steuerung
Leider ist der Name Programm. Denn die meiste Zeit befindet sich das Spiel auf der „Edge Of Control“, also am Rande der Kontrollierbarkeit. Es hilft auch nichts, die Schaltung auf Automatisch zu stellen, denn trotzdem wird perfekte Kupplungsbeherrschung vorausgesetzt, denn ohne die haben Sie schon beim Start keine Chance mehr auf einen Tribünenplatz. Sie schleudern die meiste Zeit unkontrolliert durch die Wüste, drücken aufs Gas, doch dennoch kann Ihr Bolide seine zweifelsfrei vorhandenen Pferdestärken nicht ausnützen, denn die Konkurrenz bleibt immer ein Stückchen besser, selbst wenn diese das gleiche Auto fährt, also keinen technischen Vorteil genießt. So stellt sich sehr rasch ein Gefühl der Frustration ein.
Grafik und Sound
Die Grafik ist angesichts anderer Renntitel eine herbe Enttäuschung. Über solch fade Hintergründe und solch schwache Texturen mussten Spieler schon zu PlayStation 2-Zeiten die Köpfe schütteln. Unverständlich also, dass hier nicht mal annähernd das Potential der PlayStation 3 ausgeschöpft wird. Auch ein wenig seltsam mutet die Tatsache an, dass die Boliden auch nach den härtesten Rennen durch Matsch und Sand, teilweise glänzen wie im Showroom eines Neuwagenhändlers.
Zwar gibt es ein Schadensmodell, welches sowohl kosmetische als auch leistungsbezogene Konsequenzen mit sich bringt, doch gerade die kosmetischen Schäden wirken äußerst eigenartig. So ähnelt beispielsweise der namensgebende Baja Bug, nach einem kollisionsreichen Rennen, einem kaputten Schweizer Klappmesser, denn sämtliche beweglichen Teile klappen auf und zu. Dellen, Kratzer oder zerbrochene Scheiben sucht man vergebens.