Die Gefährten sind weiter auf den Weg nach Mordor und Sie sollen Ihnen dabei helfen. Das
Add-On „Die Minen von Moria“ vom Entwickler Turbine führt Sie tiefer nach Mittelerde. Wie es sich in einem Online- Rollenspiel so gehört, hat Turbine für die Erweiterung natürlich auch zwei neue Klassen (Runenbewahrer und Hüter) entworfen, die sich nahtlos in die Welt von „
Der Herr der Ringe“ einfügen. Beide Klassen sind eine sinnvolle Mischung aus den Klassen, die es schon vorher gegeben hat. Der Hüter ist ein „Tank“, der aber auch kräftig austeilen kann und der Runenbewahrer, ein Zauberer, der mit uralten Runensteinen heilen, sowie Schaden verursachen kann.
Auf nach Moria
Den Weg nach Moria bekommen Sie natürlich nicht geschenkt. Sie müssen einen Charakter auf
Level 50 haben, um die Minen überhaupt betreten zu können. „Die Minen von Moria“ hebt die Levelgrenze nämlich von 50 auf 60. Falls Sie „
Der Herr der Ringe“-Fan sind, wird Ihr Herz in den ersten Stunden etwas schneller schlagen als normal. In Moria treffen Sie gleich auf den Wächter, der in den Filmen die Gemeinschaft in die Minen getrieben hat. Zwergenchef Durin und der Balrog sind nur zwei weitere Beispiele von bekannten Figuren, die einem Fan ein Lächeln auf die Lippen zaubern.
Die Handlung wird durch Skriptereignisse zwar gut präsentiert, aber mit der fehlenden Sprachausgabe verliert die Story dann doch ein bisschen an Fahrt. Wie bei allen Genrekollegen gibt es sehr viele „Töte 15 Orks“ und „Sammle 15 Blütenblätter“-
Quests, dennoch sind die meisten Aufgaben besser als zum Beispiel bei „
WOW“. Falls Sie zu den Solo-Spielern gehören, werden Sie sich in den Minen um einiges mehr anstrengen müssen als im Hauptprogramm. Viele Aufgaben sind nur mit einer Gruppe zu lösen. Moria selbst gehört zu den eindrucksvollsten Locations, die Sie im Genre erleben dürfen. Die Hallen sind riesig und sehr stimmungsvoll eingerichtet. Einziger negativer Punkt ist, dass Sie sich sehr oft verlaufen werden, weil die Übersichtskarte einfach nicht hält, was sie verspricht.
Neben den neuen Klassen gibt es mit den legendären Gegenständen eine weitere sehr sinnvolle Erweiterung. Das sind spezielle Waffen und Rüstungsteile, die wie Ihr Held im
Level aufsteigen und sich durch eingebaute Fassungen, Edelsteine und Runen verbessern und spezialisieren lassen. „Der Herr der Ringe - Die Minen von Moria“ ist fast bugfrei, was ja keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Standard
„
World of Warcraft“ hat das
Handling von Online-Rollenspielen verbessert und seitdem bedient sich fast jede Genre-Vertreter dieser Steuerung. So auch „
Der Herr der Ringe Online“. Beim Kampf kommt das bewährte „Markieren und Fertigkeiten einsetzten“-System zum Einsatz.
Großartige Präsentation
Grafisch ist das Game den meisten Genrekollegen weit voraus. Weitreichende Landschaften mit idyllischen Flussläufen gehören genau so zum Repertoire, wie düstere Höhlen oder Schneelandschaften. Die Texturen sind hoch aufgelöst und die Animationen lassen auch nichts zu wünschen übrig. Einzig die kleinen Performanceeinbrüche in den Minen sind zu kritisieren.
Dennoch macht das Spiel den grafischen Job extrem gut.
Leider hat „Der Herr der Ringe Online – Die Minen von Moria“ nicht den Filmsoundtrack zur Verfügung, aber die Musikstücke im Spiel klingen trotzdem sehr gut. Nichtkenner merken keinen Unterschied zwischen der Filmmusik und dem im Game eingesetzten Sound, weil der nahezu filmreif ist. Die fehlende Sprachausgabe ist der einzige Negativpunkt.