Sirenen heulen, Granateneinschläge lassen gleich einer Pauke den Erdboden erzittern und stakkatoartiges MG-Feuer untermalt diese Symphonie des Grauens auf eine makabere Art und Weise. „War Leaders – Clash of Nations“ entführt Sie wieder einmal in die Zeit des zweiten Weltkrieges und verbindet dabei Runden- und Echtzeitstrategie. *sniff, sniff* ... riecht es hier ein bisschen nach „Total War“? Ja, das tut es - und zwar nicht zu wenig. Sobald man das eher dürftig ausgefallene
Tutorial hinter sich gebracht hat und zum ersten Mal den Kampagnenscreen vor sich sieht, werden sich alle Fans der „Total War“-Reihe gleich heimisch fühlen - allerdings nur auf den ersten Blick.
Gameplay
Bei „
War Leaders“ haben Sie die Möglichkeit, in die Rolle diverser bekannter Präsidenten und Diktatoren zu schlüpfen, und den Kriegsverlauf durch Ihr taktisches Können zu Ihren Gunsten zu beeinflussen, um die Geschichte dieser Zeit neu zu schreiben. Sieben Nationen stehen zur Auswahl, die durch ihre jeweiligen Anführer repräsentiert werden: de Gaulle, Churchill, Roosevelt Stalin, Mussolini, Tojo und Tessler. Was? Sie kennen Rudolf Tessler nicht? Da hat aber jemand im Geschichtsunterricht nicht richtig aufgepasst!
Hat man sich schließlich und endlich für eine Fraktion entschieden, kann es eigentlich losgehen. In gewohnter „Total War“-Manier müssen sie einerseits dafür sorgen, dass Wirtschaft und Infrastruktur ihrer Nation permanent ausgebaut werden, und auf der anderen Seite eine schlagkräftige Armee auf die Beine stellen, um den Widersachern entschlossen entgegentreten zu können. Natürlich ist es dabei vorteilhaft, seltene Rohstoffvorkommen in seinen Besitz zu bringen und die richtigen Bündnisse zur richtigen Zeit zu schließen.
Steuerung
In Punkto Steuerung gibt es eigentlich wenig zu bemängeln, hat man sich einmal an die unzähligen Optionen gewöhnt, die einem als Feldherr zur Verfügung stehen. Auch die Steuerung während der in Echtzeit ausgetragenen Schlachten ist anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, macht aber eigentlich keine größeren Probleme.Grafik und Sound
Grafisch präsentiert sich das Game für das Genre solide, ebenso der Sound. Was allerdings, zumindest mir als Anti-Multitasker, sehr störend aufgefallen ist, ist die Vertonung in englischer Sprache. An sich kein Problem, jedoch hätte sich der Entwickler für eine Sprache entscheiden sollen, denn während englische Phrasen aus den Boxen dröhnen, laufen deutsche Untertitel durch das Bild.