Bezüglich des Gameplays hat sich im Vergleich zum Hauptspiel einiges getan. So hat man bei „Storm of Zehir“ zum ersten Mal die Möglichkeit, einen kleinen Teil des Kontinents Faerun auf einer Überlandkarte zu erkunden - und so kann man alte Ruinen und Grüfte voller Schätze entdecken. Leider hört sich dieses Feature vielversprechender an, als es sich in der Realität präsentiert. Die entdeckten Locations sind häufig recht einfallslos gestaltet und - angesichts der erforderlichen Ladezeiten - sehr klein ausgefallen.
Auch wurde eine Art Handelssimulation in das Game eingebaut. Bestimmte Rohstoffe, die man findet, kann man in Dörfern und Städten verkaufen und sich nebenbei eine kleine Handelskarawane aufbauen. Leider ist das Handelssystem so rudimentär ausgefallen, dass es nicht wirklich Spaß macht und in einem RPG der Marke „Neverwinter Nights“ für meinen Geschmack etwas deplatziert wirkt.
Gelungen ist hingegen der Versuch, die Heldengruppe selbst interaktiver zu gestalten. So hat man bei „Storm of Zehir“ während eines Gesprächs die Möglichkeit, auf die speziellen Eigenschaften ihrer Kameraden zurückzugreifen, um neue Dialog-Optionen zu erhalten. So wurde ein großer Störfaktor der Vorgänger (zu wenig Individualität in den Gesprächen) beseitigt.
In gewohnter Manier stellt Ihnen Obsidian neue Rassen, Prestigeklassen und vieles andere zur Verfügung, um dem Add-On noch mehr Vielfältigkeit zu verleihen.