22.11.2008 –
Tomb Raider Underworld
Gelenkige LaraDas Gameplay selbst erinnert an „Prince of Persia“: Zwar gibt es keine Wallwalks, dafür können Sie aber über dünne Stege balancieren, runde Säulen empor klettern oder die kleinsten Ritzen zum Klettern nutzen. Neu ist die Enterhaken-Kanone, die Sie auf Ringe abfeuern können und so Gebäudeteile einreißen oder à la „Tarzan“ von der Decke schwingen können. Einzig und allein die Steuerung der Waffen stört, da per Auto-Aim (Automatisches Zielen) wenig herausfordernde Action entsteht.Weiters findet im Kampf die besagte Enterhaken-Kanonen viel zu wenig Einsatz: Nämlich keinen. Allerdings war die Shooter-Steuerung auch im Jahre 1997 nicht das Hauptaugenmerk. Im Vordergrund stehen nach wie vor Schalterrätsel und Akrobatikübungen. Wer aber glaubt, dass „Underworld“ den Cliffhanger des vorigen Titels auflöst, wird enttäuscht: Im äußerst eindruckslosen Menü können Sie lediglich nachlesen, was bisher geschah. Schmutzige LaraWie die Grafikeffekte wirken, sehen Sie an diesem Beispiel: Eine glänzende, fast schon eingeölt wirkende Lara Croft zieht sich aus dem Wasser, um ein Höhlensystem zu erkunden. Nach mehreren Kletterübungen fällt plötzlich auf: Lara glänzt nicht mehr. Ihr hier sitzender Redakteur scheute keine Mühen und nahm die Sache näher unter die Lupe: Nach einiger Zeit wird Lara Croft schmutzig - auch wenn der Schmutz wie aufgemalt wirkt.Außerdem ist fraglich, warum sie auch schmutzig wird, wenn man in der nicht frei begehbaren Yacht verweilt, die sehr sauber wirkt. Des Weiteren fragt man sich, wie dick die Hornhaut an den Füssen der Archäologin sein muss: Nicht jeder kann barfuss an Felswänden herum klettern, ohne kleinere Verletzungen davonzutragen. Es wirkt einfach, als wollten die Entwickler Lara Croft noch mehr als Sex-Symbol mit starkem Touch von Angelina Jolie etablieren. Optional können Sie Lara Croft auch die langen Hosen anziehen, denn vor so gut wie jeder Levelauswahl können Sie das Outfit ändern. Generell wirkt „Tomb Raider – Underworld“, wie auf Hochglanz poliert. Alles ist schön und wunderbar und man erwischt sich selbst dabei, nur die Umgebung zu genießen. Allerdings stört gerade das ein wenig: Denn es kommen dadurch in engen Höhlen keine beklemmenden Gefühle hoch, noch wird ein wenig Düsternis vermittelt. Vor allem aber: Es gibt Bugs und das nicht zu wenige: Unterwasser führt Lara schnell mal einen kleinen Wackeltanz auf oder man sieht unschöne Clipping-Fehler. |
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