|
Als bereits dritter Teil der „Brothers in Arms“-Reihe kommt mit „Hell’s Highway“ die erfolgreiche Fortsetzung nun auch endlich auf die PS3. Bekannt durch seine storylastigen Spielablauf eingebettet in ein Zweiter-Weltkrieg-Szenario, überraschen die Entwickler durch ein intensives Spielerlebnis und machen die Geschehnisse beinahe greifbar. Könnte allerdings nicht Jedermanns Sache sein.
Sgt. Baker is backWer die Vorgänger von anderen Plattformen her kennt, sollte kein Problem haben, sich mit der Geschichte und den Charakteren anzufreunden und zurecht zu finden. Wem dieser Background fehlt, der wird im Laufe der Story mit Rückblenden verschiedenster Art in die Geschehnisse vor „Hell’s Highway“ eingeweiht. Oder zumindest wird dies versucht. Ab und zu scheint es schwer, diesen zu folgen.
Unsere Einheit landet als Teil der 101st Airborne mit Gleitern im von Deutschen Truppen besetzten Holland Ende 1944. Dieses historische Schlachtfeld dient als Schauplatz für den vorläufig letzten Teil der „Brothers in Arms“-Reihe. Bekannte und neue Gesichter finden sich in den Reihen, und den Hauptteil des Spiels erleben wir als Sgt. Baker mit. In einigen wenigen Levels kämpfen wir auch als englischer Panzerkommandant und machen alles platt, was uns vor’s Rohr kommt.
Als der Sieg schon zum Greifen nahe scheint, kommt alles ganz anders. Die Erzählung wartet mit toll inszenierten Momenten und überraschenden Ereignissen und Wendungen auf. Was bereits als Triumph gefeiert wurde, schlägt in einen finsteren Alptraum um und zerrt uns erbarmungslos zurück auf’s Schlachtfeld. Im einen Moment sitzen wir noch im sicheren Lager am Feuer, im nächsten waten wir schon durch ein Flussbett am Stadtrand - umgeben von Kugelhagel und Explosionen.
Zuviel wollen wir nicht verraten, aber es geht um Ehre, Heldentum und sogar Liebe. Etwas negativ aufgefallen ist die Gestaltung der Missionsabläufe selbst, die manchmal etwas zu eintönig ausfallen. Ab einem gewissen Zeitpunkt, wiederholen sich diese, und es fehlt etwas an Ideenreichtum in der Umsetzung. Wirklich langweilig wird es aber nicht. Dafür sorgt schon alleine die packende Präsentation der Geschichte.
Die Story selbst, als auch deren filmreife Inszenierung erinnert an Filme wie „Saving Private Ryan“ oder Serien wie „Band of Brothers“. Das Spiel gestaltet sich so als sehr intensives Erlebnis. Auch der historische Hintergrund wird sehr ernst genommen. Etwas störend fällt nur auf, dass die Heroisierung der Amerikaner etwas sehr stark ausgefallen ist.
|