Zusammenfassung
Alles in allem ist „
Fallout 3“ ein Game das Seinesgleichen sucht. Eine freie Welt, in der die Hauptstory nur einen sehr kleinen Teil für sich beansprucht, kann fast völlig frei erforscht werden. Auch wenn es vielleicht ein bisschen gewagt erscheint, bin ich der Meinung, dass das Game nicht von seiner Hauptquest lebt, die durchaus sehr gelungen ist, sondern vielmehr von den Locations, die abseits der Hauptlinie zu entdecken sind. Diese sind mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeitet worden und verstärken so die Atmosphäre des Games um ein Vielfaches.
Leider gibt es auch ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln. Wenn ein Hersteller von einer völlig frei zu erkundenden Welt spricht, klingeln bei mir schon die Alarmglocken, zu oft haben sich solche Versprechen in der Realität als Falschinformation entpuppt. So hatte ich auch bei „
Fallout 3“ speziell in den Ruinen von Washington DC manchmal das Gefühl, in eine Richtung getrieben zu werden.
Man pirscht mit gezogener Waffe durch die Häuserschluchten, die
Map im Pipboy 3000 zeichnet das Ziel rechts vom aktuellen Standort ein. Wie hoch stehen, selbst in einer zerstörten Stadt, die Chancen, dass bei jeder Kreuzung der Weg nach rechts verschüttet ist? Natürlich bleibt einem dann nichts anderes übrig, als durch den mit Monstern verseuchten Untergrund zum Ziel zu gelangen. Gut gelungen ist dagegen die Option mittels der Karte zu jedem bereits entdeckten Ort zu reisen. Das spart Zeit und erspart dem Spieler unnötige Gewaltmärsche.
Als unabhängiges SpieleMagazin sollte man sich mit Kaufempfehlungen ja eigentlich zurückhalten, doch in diesem Fall kann ich eine solche mit gutem Gewissen aussprechen. Wenn Sie sich ein gutes Spiel ins Haus holen wollen, wird Sie „
Fallout 3“ sicherlich nicht enttäuschen.